Archiv der Beiträge von September 2007

Wenig erwartet – viel gewonnen

Mein Ersatzlauf f├╝r den vor zwei Wochen wegen Krankheit abgesagten Halbmarathon war ein voller Erfolg. Wie ich ja geschrieben hatte, war ich eigentlich erst wieder auf dem Weg zu meiner Bestform. Und die Bedingungen, die das Wetter zu biten hatte, waren auch nicht die besten. Trotzdem – heute konnte ich mein lang gehegtes Ziel verwirklichen, die 10 km unter 50 Minuten zu absolvieren.

Wie angesagt war das Wetter den Tag ├╝ber und dann auch beim Lauf selbst sehr bescheiden. Rund 12┬░ wurden angezeigt, dazu gab’s immer wieder Regen.
Motivation und Vofreude waren daher im Vorfeld bei mir eher gering. Das lag vor allem daran, dass mir bei dem Wetter schon den ganzen Tag kalt war. Das Aufw├Ąrmen vor dem Lauf war auch eher durchschnittlich – mir war halt kalt.
In der Startaufstellung habe ich den bl├Âden Fehler des Laufs in M├╝lheim zum Gl├╝ck nicht wiederholt und mich recht weit nach vorne eingereiht. So war ich direkt von Beginn an von z├╝gigen L├Ąufern umgeben und vergab nicht unn├Âtig Zeit aufgrund von ├ťberholvorg├Ąngen.

Zum Start dann eine lange Gerade durch die Fu├čg├Ąngerzone von Oberhausen, die eine leichte, aber stetige Steigung darstellte. Das kam mir sehr entgegen, da in aus meinem Training in Dortmund eigentlich nie auf rein flacher Strecke unterwegs bin. Im Verlauf der vier Runden des Rennens hatte ich so bemerkbare Vorteile gegen├╝ber anderen L├Ąufern, die auf dieser Steigung an Tempo verloren und ich an ihnen vorbeiziehen konnte, obwohl diese ├╝ber den Rest der Runde eigentlich genau mein Tempo liefen.

Die erste Runde war ich z├╝gig, aber eigentlich recht locker unterwegs. Dementsprechend war mein Erstaunen gro├č, als ich nur ca. 12:20 min f├╝r die ersten 2,5 km gebraucht hatte. Trotz des einsetzenden Regens in der zweiten Runde konnte ich das Tempo halten und war damit weiter auf Kurs f├╝r eine Zeit < 50 min. Zu diesem Zeitpunkt war ich von meiner Leistung echt ├╝berrascht. Mit so einer Frische in den Lauf gehen zu k├Ânnen, damit hatte ich nicht gerechnet.

Gegen Ende der dritten Rund trat dann aber durchaus sp├╝rbar die Erm├╝dung auf. Ich laufe halt nicht all zu oft in einem solchen Tempo. Aber das Bei├čen hat sich gelohnt. Mit einem nochmals gesteigerten Tempo auf dem letzten Kilometer ging es dann bei 48:44 min ├╝ber die Ziellinie. Dabei hatte ich sogar noch die „Ehre“ namentlich ├╝ber die Lautsprecherkommentierung Erw├Ąhnung zu finden. Das freut nat├╝rlich zus├Ątzlich.

So konnte ich schlie├člich stolz und gl├╝cklich ├╝ber die 48er Zeit auf der Anzeigetafel beim Zieleinlauf meiner Freundin in die Arme fallen. Nach ein paar Minuten Ruhe und dem Wechsel in trockene Kleidung habe ich mir dann auch noch meine Urkunde abgeholt – das hatte ich in M├╝lheim irgendwie verpennt und somit ist dies nun meine erste „Auszeichnung“ meiner l├Ąuferischen Glanzleistungen (hier schwingt dann doch der Stolz ├╝ber die gute Zeit mit).
Der Tag hat sich also gelohnt und ich konnte eines meiner Ziele erreichen, endlich einmal unter f├╝nfzig Minuten zu bleiben. Dass ich sogar gleich zwei Minuten auf den Lauf in M├╝lheim gut machen konnte war zwar nicht eingeplant, aber ich sch├Ątze, dass ich mit diesem Umstand werde umgehen k├Ânnen.
Jetzt kann ich das Jahr mit lockerem Training zu Ende bringen, f├╝r den etwaigen Lauf in Bochum werde ich mich nicht gezielt vorbereiten und so bleiben die weiteren Ziele dem n├Ąchsten Jahr vorbehalten.




Ich bin bereit II

Heute morgen fr├╝h habe ich die Gunst der Stunde gentzt, um noch einmal eine kurze und lockere Runde zur├╝ckzulegen. Statt der halben Stunde h├Ątte ich gerne auch das doppelte gelaufen, es lief sich sehr angenehm. Ich danke daher, dass ich auch morgen Abend entsprechend gut drauf bin und eine vern├╝nftige Leistung bringen kann.
Die Wettervorhersage gibt 13┬░ und Regen f├╝r morgen Abend an. Unter Ber├╝cksichtigung der wieder besser werdenden Leistungen w├Ąhrend der Woche strebe ich daher auf jeden Fall eine Zeit von unter 54 min an, unter guten Bedingungen sind vielleicht auch 52 drin.
Nach den Erfahrungen der letzten Wochen verzichte ich notfalls aber gerne auf ein oder zwei Minuten, wenn das Wetter oder sonstige Umst├Ąnde das nicht hergeben. Ich m├Âchte mir ja nicht wieder ne Erk├Ąltung einfangen.

Also, der Countdown l├Ąuft. Ich bin bereit.




Regenl├Ąufe

Herbst ist nicht sch├Ân – zumindest nicht, wenn es nur so sch├╝ttet wie aus Eimern. Ich bin zwar mittlerweile wieder ganz fit auf den Beinen nachdem die Auswirkungen der Erk├Ąltung und vor allem der Medikamente nachgelassen haben, aber so wirklich motiviert bin ich nicht, wenn ich in str├Âmendem Regen trainieren muss.
Zudem habe ich gestern auch noch deutlich die Temperatur untersch├Ątzt, so habe ich nach rund zwanzig Minuten und einer wirklich kleinen Runde meinen Lauf beendet, weil ich mir wirklich einen abgefroren habe. Ich war einfach zu d├╝nn gekleidet. Heute habe ich den Fehler nicht begangen und so eine lockere Runde in meinem gewohnten so-lauf-ich-doch-ewig-weiter-Tempo absolviert. Etwas ├╝ber 10 km in 58 Minuten sind auch so ziemlich die Leistung, die ich mir von einem durchschnittlichen Lauf erwarte. Insofern bin ich wohl wieder einigerma├čen in Form. Und das trotz heftigen Regens, der mich auch heute wieder beim Laufen begleitet bzw. genervt hat.

F├╝r Samstag habe ich mich nun f├╝r den Citylauf in Oberhausen angemeldet. Es geht ├╝ber die 10 km. Aufgrund der nun doch sinkenden Temperaturen und vor allem der eher unfreundlichen Wettervorhersage glaube ich zwar nicht, dass ich die Zeit vom Ruhrauenlauf unterbieten kann, allerdings habe ich die Erk├Ąltung wohl weit genug hinter mir gelassen um zumindest einen ordentlichen Lauf hinlegen zu k├Ânnen.
Morgen ist daher erst einmal wieder etwas Erholung unagesagt und Freitag steht lediglich eine kurze Runde zur Lockerung auf dem Programm. Dann werde ich ja sehen, was am Samstag Abend machbar ist.




Neue Ziele braucht das Land

Bedingt durch den Umstand, dass ich zu Beginn des Jahres das Laufen mehr oder weniger an den Nagel geh├Ąngt und erst im Sommer wieder mit Training begonnen hatte (wenn auch daf├╝r intensiver denn je zuvor), hatten sich meine „Kilometerziele“ doch etwas relativiert.
So hatte ich im Mai noch die Vorstellung 500 km als Zielmarke bis zum Ende des Jahres anzustreben; 600 wenn ich mir M├╝he gebe und 700 f├╝r den Fall, dass ich in ein richtiges Lauffieber verfallen sollte.

Gestern Abend habe ich mit meinem Lauf ├╝ber knapp zehn Kilometer jedoch die 700er Marke ├╝berschritten und damit meinen pers├Ânlichen Idealfall erreicht. Da ich allerdings mittlerweile rund 40 anstatt der geplanten 20 km pro Woche runterspule, ist das eigentlich kein Wunder. Daher gilt nun meine Vorgabe: 1.000 km m├╝ssen es dieses Jahr mindestens sein; im Idealfall 1.200 km. Dies sollte sich ganz gut erreichen lassen, wenn ich mit meinem Training im geplanten Ausma├č fortfahre.
Und f├╝r den Fall, dass ich meinen Elan halten und auch im n├Ąchsten Jahr diese Intensit├Ąt fortsetzen kann, gilt mein neues pers├Ânliches Ziel: 2.000 km Jahresleistung.




Schwere Schritte

Dienstag und Mittwoch hatte ich ja bereits kurze und langsame L├Ąufe absolviert, um in der abklingenden Erk├Ąltung wieder ans Laufen zu kommen. Nach einem Tag Pause ging es dann gestern wieder ├╝ber zehn Kilometer. Der Lauf in angenehm warmer Herbstnachmittagssonne tat zwar gut, trotzdem finde ich es schon ziemlich heftig, wie m├╝de bzw. kraftlos meine Beine sind. Ich kam zwar gut durch die Runde, allerdings nur in sehr ruhigem Tempo. Kein Vergleich, wenn man bedenkt, in was f├╝r einem k├Ârperlichen Zustand ich vor gut einer Woche war. Im Augenblick ist an Halbmarathon wedre von der Streckenl├Ąnge als auch von der angestrebten Geschwindigkeit zu denken.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass das noch die Nachwehen der Erk├Ąltung, des Fiebers und vor allem der Antibiotika sind. So habe ich mich heute Vormittag auch auf eine wirklich kurze Runde ├╝ber gut 5 km beschr├Ąnkt.

Den Lauf in Oberhausen am n├Ąchsten Samstag ├╝ber die 10.000 m werde ich wohl angehen, die Erk├Ąltung d├╝rfte bis dahin vollst├Ąndig vorbei sein. Allerdings glaube ich im Augenblick noch nicht daran, dass ich wirklich auf Bestzeit laufen kann – das machen meine Beine momentan nicht mit. Ich werde mal abwarten und mir anschauen wie mein K├Ârper Anfang der kommenden Woche bei kleinen L├Ąufen so reagiert.




Wieder aktiv

So, nachdem ich mich bereits gestern von der Herbstsonne und der deutlich abklingenden Erk├Ąltung zu einer kleinen, lockeren Runde habe inspirieren lassen, ging es heute wieder auf die Stra├če. Meine Standardrunde ├╝ber ca. 10 km in ziemlich genau einer Stunde konnte ich ohne Probleme zur├╝cklegen. Meine Spontankrankheit vom Wochenende scheint demnach weitgehend auskuriert.
Das muss auch so sein, denn um wenigstens noch eine Herausforderung angehen zu k├Ânnen, k├Ânnte ich mir vorstellen noch einmal die 10 km in unter 50 Minuten anzugehen. Da b├Âte sich n├Ąmlich bereits am 29. September der Citylauf in Oberhausen an.




├ťbersetzung fertig

Da ich eben ein wenig Zeit hatte, habe ich diese auch gleich genutzt um endlich mein WordPress-Theme zu ├╝bersetzen. Nach dem Umstieg auf WordPress und der Adaption des Themes an meine (vor allem) optischen Vorstellungen hatte ich da irgendwie keine Lust mehr zu und bin bisher auch nicht dazu gekommen. Wahrscheinlich habe ich zwar noch ein paar Stellen ├╝bersehen, aber das meiste sollte nun eingedeutscht sein.




So eine Schei├če!

Da bereitet man sich wochenlang auf so einen Wettbewerb vor – und dann das. Freitag hatte ich ziemliche Halsschmerzen bekommen und war auch ansonsten nicht besonders drauf. Schnell noch beim HNO gewesen, in der Hoffnung auf irgendeinen Zaubertrick, der mich schnell wieder gesund machen w├╝rde. Aber leider war dem nicht der Fall. Samstag Abend lag ich dann mit 38,5 ┬░C Fieber im Bett und konnte den Lauf nat├╝rlich vergessen. Denn eines ist klar – mit Fieber wird nicht gelaufen. Trotzdem bin ich jetzt nat├╝rlich ziemlich sauer auf mich selbst; wie konnte das nur passieren?

Leider findet in der n├Ąchsten Zeit auch kein (noch nicht ausgebuchter) Halbmarathon mehr in akzeptabler Entfernung statt, d.h. es wird wohl erst im n├Ąchsten Fr├╝hjahr wieder die M├Âglichkeit dazu geben. Aber jetzt muss ich erst einmal wieder gesund werden. Ich hoffe, gegen Ende der Woche wieder leichtes Lauftraining absolvieren zu k├Ânnen. Nachdem ich mein gro├čes Ziel f├╝r dieses Jahr nun verschissen habe, brauche ich mir ja keine Hektik mehr zu machen.




Ich bin ja so aufgeregt!

Eigentlich ist es viel schlimmer als vor dem Ruhrauenlauf vor drei Wochen. Da war ich zwar extrem nerv├Âs aber letztlich nur, weil dies mein erster Wettkampf ├╝berhaupt war und ich gespannt war, was f├╝r eine Zeit ich unter diesem Druck bzw. dieser neuen Situation w├╝rde erreichen k├Ânnen. Die Strecke selber hat sich mir nie als Problem gestellt – schlie├člich lauf ich regelm├Ą├čig die 10 km. Was sollte da (abgesehen von einer unbefriedigenden Zeit) schon schiefgehen?

Jetzt ist es allerdings eine andere Art von Aufregung. Zwar habe ich die Halbmarathondistanz schon zweimal gelaufen (und das beide male sogar ziemlich problemlos im Nachhinein betrachtet) aber dennoch ist das ja keine Strecke, die man „mal eben“ so hinlegt. Auch die beiden L├Ąufe ├╝ber 18 bzw. 15 km an den letzten Wochenenden konnten mich da nur objektiv beruhigen. Subjektiv merke ich zwar jedes mal, dass die Strecke geht, aber doch schei├če viel Arbeit bedeutet! Nun gut. Nach dem z├╝gigen Lauf heute ├╝ber 12,4 km, der zwar w├Ąhrend des Laufs anstrengend, direkt danach aber schon wieder vergessen war, muss ich mir eigentlich eingestehen, dass ich am Sonntag einen guten Lauf hinlegen werde. Selbst wenn ich mein bequemes und unaufregendes Tempo laufe m├╝sste eine Zeit um 2:10 h drin sein, von meiner Wunschzeit mal ganz zu schweigen. Morgen und vielleicht auch noch ├╝bermorgen ist auf jeden Fall erst einmal wieder ausruhen angesagt. Dann geht es Freitag und/oder Samstag noch mal ein kurzes St├╝ck auf die Stra├če und am Sonntag richtig zur Sache!




Ich bin bereit

Nicht einmal mehr eine Woche trennt mich von meinem ersten Wettkampf ├╝ber die Halbmarathondistanz. Die letzte Woche ├╝ber habe ich noch einmal gut Kilometer gemacht und dabei nicht nur unerwartet frisch geblieben, sondern ich konnte am Samstag auch noch einen Lauf ├╝ber 15,7 km in meinem geplanten Wettkampftempo hinlegen, um letztlich unter zwei Stunden zu bleiben. Es lief wirklich super, trotz der (f├╝r mich ungewohnt) vielen Kilometer an den Tagen zuvor. Meine Lesitungsf├Ąhigkeit scheint sich also tats├Ąchlich durch das konsequente Training in den letzten Wochen erh├Âht zu haben.

Aus dieser Position heraus wage ich die These, dass ich bereit bin den Lauf am n├Ąchsten Sonntag nicht nur sehr gut zu absolvieren sondern, dass auch dei 2h-Marke eine erreichbare Gr├Â├če geworden ist. In den kommenden Tagen werde ich nur noch zwei- oder dreimal locker in gem├╝tlichem Tempo auslaufen um am n├Ąchsten Wochenende auch ausgeruht zu sein. Dann kann ich hoffentlich mein volles Leistungsverm├Âgen abrufen.
Da, wenn ├╝berhaupt, nur noch im November ein 10 km Lauf f├╝r dieses Jahr auf dem Programm steht, kann ich am Sonntag also alles geben und dann – notfalls auch nach ein paar Tagen Erholungspause – wieder in mein Standardprogramm ├╝bergehen um schlie├člich gut ├╝ber den Winter zu kommen. Als erstes und letztes Gro├čereignis meiner diesj├Ąhrigen Lauferei muss ich am Sonntag in K├Âln einfach alles geben, um unter zwei Stunden zu bleiben.