Archiv der Beiträge von Dezember 2007

Der Motor stottert

Oh, wie war das sch├Ân in den letzten Wochen. Halbmarathon in weniger als zwei Stunden gelaufen; dann ganze 70 km in einer Woche, weil es bei jedem Lauf so locker und leicht lief, dass ich einfach immer noch ein bisschen etwas hinten anh├Ąngen konnte; ├╝berhaupt hatte ich mich einfach super gef├╝hlt. Doch was ist nun? Der Alltag ist wieder eingekehrt. Ob es am ├╝ppigen Weihnachtsessen, den vielen S├╝├čigkeiten oder gar am drohenden Jahresende liegt – ich wei├č es nicht. Auf jeden Fall muss ich mich nun wieder zu dem ein oder anderen Kilometer dr├Ąngen oder mich auf die Regelm├Ą├čigkeit berufen, damit ich mich aufraffe. Dann dr├╝ckt oder zwickt es einen noch irgendwo und schon ist der holde L├Ąuferfrieden dahin.

Vielleicht ist es aber auch nur an der Zeit f├╝r ein paar Tage reduziertere Anstrengungen. Wenn ich die letzten drei, vier Monate Revue passieren lasse, dann ist ein doch ziemlich heftiger Anstieg bei den Wochenleistungen erkennbar. Und die 70 km in der letzten Woche waren dann wirklich das i-T├╝pfelchen f├╝r die ohnehin gut beanspruchten Beine.
Heute habe ich daher – trotz Sonnenschein und angenehmen 7 ┬░C – meine Runde auf 7,7 km beschr├Ąnkt. Morgen soll noch einmal ein lockerer Lauf folgen und Sonntag ist definitiv Ruhetag. Das Jahr beende ich dann am Montag mit dem Silvesterlauf ├╝ber 10 km in Essen an der Zeche Zollverein. Kein Rennen gegen die Uhr, sondern die Belohnung f├╝r ein Jahr, in dem eigentlich alles super lief (schlechten Wortspielen wie diesem hier zum Trotz).




Fr├Âhliche Weihnachten!

Auch wenn ich heute wieder eine Stunde locker unterwegs war, m├Âchte ich den Eintrag doch eigentlich nur off topic dazu nutzen, allen ein frohes Weihnachtsfest zu w├╝nschen. Lasst euch reich beschenken und vergesst das Laufen nicht.




Dortmund im Schnee

Lange waren die Temperaturen f├╝r diese Jahreszeit noch sehr zahm. Doch diese Woche wurde es dann Winter. Von Montag bis Mittwoch war ich jeweils bei etwa 0 ┬░C unterwegs. Und ausgerechnet gestern – an meinem lauffreien Tag – fing es dann an zu schneien. Zu bl├Âd, aber die Pause brauchte ich nach 38 km in drei Tagen und so verkniff ich mir meinen ersten Schneelauf in diesem Jahr. Zum Gl├╝ck blieb es aber kalt. -4 ┬░C wurden mir heute morgen auf dem Thermometer angezeigt. Da habe ich doch gleich mal mein M├╝tzchen herausgesucht, denn sonst ist mir das echt zu kalt am Kopf.

Das letzte Mal, dass ich mit Fotohandy unterwegs war, ist nun genau einen Monat her. 15 Grad war es an dem Tag w├Ąrmer als heute und statt M├╝tze und 3-Schicht-Kleidung trug ich nur ein d├╝nnes Shirt und Shorts. So kann’s gehen.
Die Bedingungen heute luden aber wirklich dazu ein, diesen sch├Ânen Lauf zu dokumentieren. Nach rund 25 Minuten war ein eingelaufen und hatte auch keine Probleme mehr mit der doch ziemlich kalten Luft.
Wie schon zu Beginn der Woche gesagt, f├╝hle ich mich super – und wenn alles glatt geht werde ich morgen mit einem langen Lauf auch noch eine neue Wochenbestleistung aufstellen. Und zum endg├╝ltigen Jahresabschluss gibt es ja auch noch den Silvesterlauf in Essen. Es k├Ânnte wohl nicht besser laufen als im Augenblick.

Dortmund im Schnee Dortmund im Schnee
Kalt, aber sch├Ân… …Laufen auf Schnee



Kalt – aber gut.

Satte 80 lauffreie Stunden habe ich mir geg├Ânnt – ein ganzes Wochenende ohne die Laufschuhe zu schn├╝ren. Ehrlich gesagt wei├č ich nicht, wann es das letzte Mal dazu gekommen ist. Nachdem ich in den letzten Wochen aber stets ├╝ber der 50 km-Marke geblieben bin und dann sogar noch den Halbmarathon deutlich unter zwei Stunden geschafft hatte, war das aber auch verdient.

Am Wochenende hat sich das Wetter jedoch recht deutlich auf Winter umgestellt. 0 ┬░C und dazu kalte Windb├Âen – das zieht ganz sch├Ân, wenn man nicht daran gew├Âhnt ist.┬á Knappe 12,5 km habe ich mir trotzdem heute geg├Ânnt. Es lief sich ganz gut. Die Beine frisch, als w├Ąre ich ewig nicht gelaufen. Ich glaube ich bin bereit f├╝r viele weitere Kilometer diese Woche.




Nun ist es inoffiziell!

In den letzten Monaten habe ich so ziemlich jedes Ziel erreicht, dass ich mir gesetzt hatte. Ob es nun 10 km-L├Ąufe unter 50 Minuten waren, 2000er Intervalle unter 10 oder die nun mittlerweile angesammelten 1.300 km dieses Jahr, obwohl ich noch im Fr├╝hjahr die 700 als Optimum angepeilt hatte. Alles lief wunderbar. Bis auf dieses eine Wochenende im September, an dem ich meinen ersten offiziellen Halbmarathon laufen und erstmalig unter zwei Stunden bleiben wollte. Eine Spontankrankheit machte mir dies zunichte und bislang habe ich mich um diese Aufgabe gedr├╝ckt. Lange L├Ąufe auf Tempo nie l├Ąnger als 18 oder 19 km. Andernfalls direkt auf 6:00 min/km gestartet und eisern durchgezogen.
Als ich gestern Abend in einer Kneipe den Untergang von Werder miterleben musste (das tut schon ziemlich weh, dass es dieses Jahr wieder in den Uefa Cup geht), habe ich beschlossen, dass es nun endlich an der Zeit sei, diesen schwarzen Fleck auf meiner ansonsten wei├čen L├Ąuferweste zu beseitigen.

Montag bin ich nur wenig gelaufen, gestern ├╝berhaupt nicht. Die Beine waren also frisch und das Wetter eigentlich optimal: 5┬░, trocken, kaum Wind. Das Ziel lautete daher: Nicht gro├č auspowern, einfach nur auf 5:40 laufen und zwei Stunden beibehalten. Am Anfang lag ich auch noch recht gut im Plan. Praktisch genau 20 Minuten nach den ersten 3,5 km. Unbemerkt wurde ich dann etwas schneller: 1:01 h nach gut 11 km. Das Tempo machte mir allerdings ├╝berhaupt nichts aus. Im Gegenteil: Zum Ende hin wurde ich immer schneller. Ich lag so gut in der Zeit und f├╝hlte mich super. Die letzten 3 km dann in nur 15 Minuten. Als ich an meiner Zielmarke vorbei lief hatte ich 1:51:55 h auf der Uhr. Unglaublich schnell und doch keine Spur von Leistungsgrenze gesp├╝rt: Z├╝gig, aber nicht ausgepowert.

Beim Halbmarathon im n├Ąchsten Fr├╝hjahr im Rahmen der Winterlaufserie in Duisburg wird dann nat├╝rlich 1:50 h das Ziel sein. Ganz mutig vielleicht sogar noch Richtung 1:45 h, allerdings wei├č ich nicht, inwieweit ich meine Leistungen ├╝berhaupt steigern kann. Es kann ja nicht ewig in solchen Schritten nach oben gehen.




Dumm gelaufen

So gut die vergangene Woche aufgeh├Ârt hatte, so bl├Âd fing die neue heute an. Nieselregen, Zahnschmerzen und dar├╝ber hinaus war ich auch noch so bl├Âd eine gute Stunde bevor ich laufen war M├╝sli zu essen. Das nat├╝rlich, nachdem ich den ganzen Tag praktisch nichts gegessen und meinen Magen ├╝berwiegend mit Kaffee gef├╝llt hatte.
Es kam was kommen musste. Nach ca. einer Viertelstunde bekam ich Magenkr├Ąmpfe und hangelte mich eher schlecht als recht durch die restlichen Kilometer. Ganz aufgeben wollte ich nicht. Erstens h├Ątte ich es besser wissen m├╝ssen und zweitens kann so etwas auch bei meinem gro├čen Tag im n├Ąchsten Jahr passieren – und dann muss ich ja zumindest wissen, wie man sich durch so etwas durchqu├Ąlt.
Alles in allem war der Lauf also ziemlich bescheiden. Aber ich habe wieder ein paar Kilometer gemacht, anstatt faul auf der Couch zu hocken. Wenigstens das kann ich mir positiv anrechnen.




Cross roads

Das Wochenende lief bei mir in punkto Laufen sehr ruhig ab. Nur ein lockerer Lauf ├╝ber 10 km am Samstag, nachdem ich meine Hauptkilometer schon in den Tagen zuvor heruntergespult hatte. So konnte ich heute entspannt in die neue Woche starten – zumindest k├Ârperlich. Denn die allgemeine Wetterlage in Deutschland ist zur Zeit nicht wirklich als entspannt zu bezeichnen. Dicke Regenschauer, heftige Windb├Âen und zwischenzeitlich sogar etwas Hagel begleiteten mich heute.
Dazu kam, dass vereinzelte Abschnitte meiner Hausrunde nach dem vielen Regen der letzten Tage ziemlich matschig waren oder gleich ganz unter Wasser standen. Eine Mischung aus Trailschuhen und Gummistiefeln w├Ąre wohl passender gewesen als meine Standardlaufschuhe. Aber wann kommt man schon dazu offroad zu laufen?

Den H├Âhepunkt des Laufes erlebte ich allerdings auf dem R├╝ckweg. Heftigste Regenschauer wurden gerade von scharfem Wind angepeitscht, was wiederum die meisten Leute auf der Stra├če dazu trieb, sich schleunigst irgendwo unterzustellen. Und w├Ąhrenddessen kam mir eine L├Ąuferin entgegen. Ein kurzer Gru├č und ein freundlicher Blick, dann waren wir schon aneinander vorbei. Ich wette, sie hat das gleiche gedacht wie ich: Noch so ein Bekloppter, der bei dem Wetter freiwillig rausgeht und seine Runden dreht – und dem das auch noch Spa├č macht.