Archiv der Beiträge von April 2008

Impressumspflicht (II)

mymuesliWas muss wohl in einem Paket sein, damit man denkt, es w├Ąre einen Spaziergang durch monsunartige Regenf├Ąlle zur Post und zur├╝ck wert. Gutschein f├╝r eine Weltreise? Conrad Katalog? M├╝sli?

Ja, nein, ja! Denn Letzteres traf auf die Lieferung zu, die ich gestern von der Postdienststelle meines Vertrauens abholen durfte. Die Jungs von mymuesli.com haben Testobjekte ausgesandt (wie ich zuvor auch schon neidvoll hier oder hier lesen durfte) und nun geh├Âre auch ich zum gl├╝cklichen Kreis der Empf├Ąnger. W├Ąre ich doch mal ein paar Tage eher zum Abholen gekommen…

Zu futtern gibt’s drei Sorten M├╝sli, die in Zusammenarbeit mit der Runner’s World entwickelt wurden um L├Ąufern das zu geben, was sie brauchen. Ich pers├Ânlich glaube zwar daran, dass ein paar Kilometer im Training dranzuh├Ąngen mehr bringt als spezielle L├Ąuferkost; als Leidtragender des PFS kenne ich aber auch die Notwendigkeit entsprechende Lebensmittel im Haus zu haben.
Daher freut es mich ungemein, von mymuesli mit den Leckereien ausgestattet worden zu sein, denn als engagierter M├╝sliist habe ich die meisten Produkte am Markt schon mal gegessen. An dieser Stelle daher schon mal ein dickes ‚Danke‘.
Knapp drei Wochen vor meinem ersten Marathon bin ich nat├╝rlich auch genau in der richtigen Position, die verschiedenen Varianten der L├Ąuferm├╝slis zu testen. Angefangen wird mit der Basismischung, in den Tagen vor dem Wettkampf werde ich auf das „Powerm├╝sli“ wechseln und wenn alles glatt geht habe ich mir ab dem 19.5. das Regenerationsm├╝sli verdient.

Bin ich k├Ąuflich? Werde ich schreiben, dass das M├╝sli ganz toll ist? Besser als die Konkurrenz? Kann man sogar aufs Training verzichten, wenn man nur genug L├Ąuferm├╝sli knabbert? Zum ersten: Jep, bin ich. Wer mich zum M├╝slitester macht, der hat auf jeden Fall schon mal eine Logoschau verdient.

mymuesliAnsonsten: N├Â. Ich bin sehr gespannt wie es schmeckt. Die nat├╝rlich subjektiven Einsch├Ątzungen „Ist die Mischung gut“, „F├╝hle ich mich wirklich f├╝rs Training unterst├╝tzt“ usw. werde ich dann hier posten. Los geht es wohl morgen schon. Nach dann endlich einmal wieder drei Tagen Laufen in Folge wird mein Hunger auf Gesundes wohl eine gute Basis sein, um ins M├╝slitestergewerbe einzusteigen.

Kleine Randbemerkung: Impressumspflicht ist ne tolle Sache. Erst eine Osterkarte von rnnr.de und nun M├╝slitester. Wie gesagt, f├╝r eine Weltereise w├╝rde ich auch noch einmal durch den Regen tapern. Oder Laufschuhe (schlie├člich m├╝ssen die Herren Adidas mich immer noch von der Qualit├Ąt ihrer Produkte ├╝berzeugen). Oder was euch sonst noch einf├Ąllt.




Schwere Schritte (II)

Auch wenn ich nach meinem Lauf ├╝ber 35 km letzte Woche nur einen Tag meine Beine so richtig gesp├╝rt habe, zog sich doch eine gewisse M├╝digkeit durch die folgenden Tage. Der K├Ârper braucht halt manchmal einfach ein wenig Erholung.
Unter der Woche ging es so nur f├╝r zwei kurze Runden auf die Stra├če. Am gestrigen Samstag wollte ich dann wieder um die zwei Stunden laufen. Am Ende wurde es etwas weniger. Schuld war vor allem das sommerliche Wetter. W├Ąhrend die erste Stunde – abgesehen von den immer noch leicht matten Beinen – ganz gut lief, merkte ich ab da an ein sehr deutliches Wasserdefizit. Vorher zu wenig getrunken und dann bei dem Sonnenschein so viel geschwitzt wie schon lange nicht mehr.

Der Winter ist nun endg├╝ltig vor├╝ber und die warme Jahreszeit beginnt. Gerade fr├╝h genug, um sich vor dem Marathon in drei Wochen schon mal an h├Âhere Temperaturen zu gew├Âhnen. L├Ąge der Wettkampf bereits an diesem Wochenende h├Ątte ich wohl so meine Problemchen w├Ąhrend des Laufs. Zu schnell und gewaltig einfach der Temperaturunterschied. Da beneide ich keinen, der jetzt schon ran muss.

Daf├╝r will ich in der kommenden Woche noch einmal richtig Kilometer machen bevor es dann in die ruhigen zwei Wochen vor dem Marathon geht. Ich hoffe, ich bin fit genug. Nun ist es eh zu sp├Ąt um noch gro├če Verbesserungen zu erzielen. In drei Wochen wei├č ich, ob ich die letzten Monate genug trainiert habe. Ich glaube ja, nerv├Âs bin ich allerdings trotzdem schon.




Egotrip

Nachdem meine 10-Wochen-Vorbereitungsphase auf den Marathon dank einiger kleiner aber schmerzhafter Fu├čverletzungen nun bei weitem nicht so abl├Ąuft, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte, wurde die Zeit langsam knapp f├╝r einen richtig langen Lauf. Um mein Gewissen zu beruhigen wollte ich unbedingt einmal die 35 km knacken. Angeblich ├╝bertrieben – aber kein Grund f├╝r mich, es nicht trotzdem zu tun. Ich m├Âchte den „unbekannten Bereich“, der ├╝ber bisher gelaufene Distanzen hinausgeht schlichtweg so klein wie m├Âglich halten.
In Hinblick auf die Tatsache, dass es an diesem Tage nur noch vier Wochen bis zum gro├čen Tag sind, blieb nur noch dieses und maximal das n├Ąchste Wochenende, um einen solch langen Lauf zu veranstalten. In den letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf werde ich vollkommen risikofrei leben. Und da ich Angelegenheiten ungern auf den letzten Dr├╝cker erledige, musste ich heute ran.

Bei rund neun Grad und unter trockenen Bedingungen (also eigentlich alles ideal) ging es dann Punkt zw├Âlf Uhr los. Die erste Runde durch umgebende Stadtteile ging ├╝ber 18,7 km. Wieder zu Haus dann eine kurze Trink- und Gelpause. Da mich ein Trinkg├╝rtel beim Laufen nervt mache ich lieber einen Zwischenstopp als dass ich die ganze Zeit eine Flasche mit mir herumschleppe.
Nach dem ersten Teil des Laufs ging es mir gut – zu Anfang hatte ich mich mit dem Tempo bewusst sehr zur├╝ckgehalten – auch wenn ich eine solche Strecke auch schon besser bew├Ąltigt habe. Durchschnitt halt.
Dann auf in die zweite Runde. Im Prinzip die gleiche Strecke wie beim ersten mal nur um eine kleine Zwischenrunde auf 16,3 km verk├╝rzt. Bis Kilometer 25 weiterhin sehr entspannt, dann kann ich f├╝hlen, wie die Kraft langsam aber stetig aus meinen Beinen verschwindet. Nach weiteren 5 km wei├č ich, dass meine Fettverbrennung beim Laufen gut funktioniert. Keine Mauer, kein Einbruch – einfach immer nur weiter im gewohnten Trott. Oberhalb der 30 km machen sich dann jedoch die Beinmuskeln bemerkbar. Es sei ihnen geg├Ânnt, denn schlie├člich l├Ąuft man nicht jeden Tag eine solche Strecke.
Am schlimmsten sind nun jedoch die Zwangsstopps bedingt durch rote Fu├čg├Ąngerampeln, Walkerhorden und schulterblicklose Rechtsabbieger. Ich bin einfach nicht mehr in der Verfassung f├╝r abruptes Anhalten, Orientierungsl├Ąufe durchs Unterholz oder Motorhaubensliding. Ich will einfach nur in meinem Trott weiterlaufen; den Rhythmus meiner Schritte nicht um eine Winzigkeit ver├Ąndern, weil das wehtut. Und schlie├člich will ich nur noch meinen Lauf zu Ende bringen.
Das gelingt mir dann auch gut. Den 6:00er Schnitt habe ich fast auf die Sekunde genau eingehalten: 3:30:13 h f├╝r die ziemlich genau 35 km. Allerdings h├Ątte ich nicht geglaubt, dass Anhalten mehr schmerzt als Weiterlaufen. Das ist letztlich gut f├╝r einen Marathon – ich wei├č nun, dass es nicht besser wird, wenn man ein paar Kilometer vor dem Ziel anh├Ąlt.

Auch wenn ich mich nun ein wenig so f├╝hle, als w├Ąre ich pl├Âtzlich 30 Jahre ├Ąlter, bin ich doch sehr zufrieden mit meinem Lauf. Wenn ich es am Tag meines Marathons so weit schaffe, werden die restlichen Kilometer sicherlich zu machen sein – au├čer es gibt Ampeln auf der Strecke. Oder, oh Gott… Walker!!!
Heute Abend verdienterma├čen eine leckere ausgiebige Mahlzeit und morgen werden die Knochen wohl nicht mehr so beansprucht anf├╝hlen. Trotzdem ist diese Distanz nichts, was ich regelm├Ą├čig am Wochenende laufen m├Âchte. Da bleibe ich doch lieber bei meinen mittlerweile gewohnten 18 – 22 km. Und zu dieser Einstellung w├╝rde mir jeder Orthop├Ąde sicherlich auch gratulieren.

Kleine Anmerkung am Rande bzw. Ende: V├Âllig zurecht darf man sich ├╝ber den walkerverachtenden Ton dieses Artikels aufregen – zumal ich selbst weit davon entfernt bin ein allgemein wettkampff├Ąhiges Tempo zu laufen (andere w├╝rden sagen ‚joggen‘). Ich finde zwar, dass Nordic Walking total l├Ącherlich aussieht, wei├č aber, dass diese Bewegungsform (und auch die ohne Hightech-St├Âckchen) das Pr├Ądikat ‚Sportart‘ vollkommen verdient – sofern sie kreislaufanregend, schwei├čtreibend und ernsthaft betrieben wird. Herden von mitt- bis enddrei├čigj├Ąhrigen Walkingmuttis mit BMI 30+, die zu mehreren nebeneinander bodenperforierend Wege komplett versperren und trotz Ansprechen keinerlei Absichten erkennen lassen einen vorbei zu lassen werden sich niemals meiner Kritik als unw├╝rdig erweisen.




Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?

„Plitsch, platsch, fiel ein Regen wie die Sintflut“ hei├čt es in „A-N-N-A“ von Freundeskreis. Das passierte auch mir heute. Wie es im April so sein kann, schien die Sonne durch die Wolken als ich mir meine Laufklamotten anzog. Nach zehn Minuten Bewegung dann der Regen und schon wenige hundert Meter sp├Ąter bin ich trotz Regenjacke durch und durch nass.

Die „Ausbesserungsarbeiten“ an den Wegen rund um mein Standardrunden-Lauffeld haben Wunder gewirkt. Anstatt der vollkommenen Erosion durch Regenf├Ąlle preisgegeben, wird das Wasser nun ganz hervorragend zwischen den umgebenden Wiesen kanalisiert. Bei jedem dritten Schritt wird der Laufschuh geflutet, weil das Wasser in den Priel-├Ąhnlichen Verl├Ąufen so tief steht.
Ich ├╝berhole einen L├Ąufer, der krampfhaft versucht trockenen Fu├čes durch diese Landschaft zu kommen. Es ist ohnehin vergebens. Warum der Stress? Ich platsche durch die Pf├╝tzen und genie├če jeden Schritt, den ich mit wieder halbwegs schmerzfreiem Fu├č laufen darf.

Nach einer halben Stunde ist der Schauer dann vorbei. Auf dem letzten Kilometer dringt die Sonne langsam durch die sich aufkl├Ąrenden Wolken. Ein sch├Ânes Wetter um noch ein paar Minuten hinten anzuh├Ąngen – doch ich bin sp├Ąter noch verabredet, keine Zeit f├╝r noch mehr Natur. F├╝r heute reicht es aber auch.
Ich betrete das Haus, gl├╝cklich und geistig wieder v├Âllig frisch. Bei jedem Schritt ein pitschiges Ger├Ąusch, denn die Schuhe stehen immer noch voll Wasser. Mir geht es gut.




Nicht gut, aber immerhin

Eine ganze Woche lang sch├Ânes Fr├╝hlingswetter – aber ich bin nicht laufen, weil der Fu├č schmerzt. Das war wirklich schrecklich. Ich h├Ątte nicht geglaubt, dass mir die Bewegung so fehlen w├╝rde. Doch nachdem vier, f├╝nf Tage vorbei waren, lie├č der Drang nach neuen Taten nach und die Bequemlichkeit setzte ein. Gerade jenes Gef├╝hl, dass ich in den letzten Monaten so gar nicht vermisst hatte. Also schn├╝rte ich am Dienstag doch wieder die Laufschuhe. Begr├╝ndung: Wenn nach einer Woche keine Besserung eingetreten ist, versuch‘ ich es einfach trotzdem. Das Resultat war zweifelhaft erfreulich. Ich konnte laufen, es tat auch wieder weh – aber es wurde zumindest nicht schlimmer.
Heute dann der n├Ąchste Versuch. Bei sehr aprilm├Ą├čigem Wetter wurden es gut zw├Âlf Kilometer bei entspanntem 6:00er Tempo. Wieder leichte Schmerzen, aber nicht schlimm.

Und am Montag steht immerhin noch der Gang zum Orthop├Ąden auf dem Programm. Ich bin gespannt, was der dazu sagt. Falls mein Fu├č mir in der Zwischenzeit nichts gegenteiliges auftr├Ągt, werde ich bis dahin wohl einen weiteren Lauf von hoffentlich 15 – 20 km hinter mich gebracht haben. Belastungstest im Selbstversuch kann man das wohl nennen.
Ich hoffe nur, bis zum Marathon l├Ąuft dann alles weitgehend glatt. Echt bl├Âd acht Monate lang so viel gelaufen zu haben, um dann in den letzten sechs Wochen nicht mehr richtig trainieren zu k├Ânnen.




Kaputt und frustriert

Es ist absolut ├Ątzend. Jetzt ist der Fr├╝hling endlich mit Sonne und dem ganzen Kram da, so dass man herrlich laufen k├Ânnte – aber ich bin verletzt. Die Schmerzen im Fu├č, die sich beim Wettkampf in der letzten Woche gezeigt haben, wollen sich einfach nicht wieder verabschieden. Nachdem nun ├╝berhaupt keine Besserung eingetreten ist, ging’s heute dann zum Arzt. Die Diagnose? Keine Ahnung. Aber ├ťberweisung zum Orthop├Ąden und einen Termin in der n├Ąchsten Woche. Ja super. So hatte ich mir die Marathonvorbereitung vorgestellt.

PS: Mitleidsbekundigungen werden gerne angenommen.




Immer auf dem neusten Stand

ASV Winterlaufserie
Bilder einbinden mit Lightbox

Technisch hat sich in der letzten Zeit auf meinem Blog nicht viel getan. Im Zuge des Updates auf WordPress 2.5 habe ich dann doch noch ein paar Kleinigkeiten ge├Ąndert. Zus├Ątzliche Plugins inkl. Codeanpassungen wurden installiert, wieder einmal Fragmente des Originalthemes ins Deutsche ├╝bersetzt (bin gespannt wann ich endlich alles gefunden habe), der Server aufger├Ąumt, ein Fehler in der Mailbenachrichtigung behoben und schlie├člich bisher h├Ąndisch einzugebende Daten durch Autoabfragen und Variableneinsatz abgel├Âst.

Abgesehen vom Lightbox Plugin, ├╝ber welches sich Fotos besonders h├╝bsch einbinden lassen, ist davon zwar nicht viel zu sehen aber ich f├╝r meinen Teil bin gl├╝cklich wieder up-to-date zu sein.

Ach ja. Gelaufen bin ich auch. Eine halbe Stunde um zu testen, ob mein Fu├č wieder fit ist. Ist er nicht. Schei├če!