Archiv der Beiträge von September 2008

Zeitlos

In der letzten Zeit lief ja nicht allzu viel zusammen. WĂ€hrend meine Beine langsam wieder auf Touren kommen macht das Laufen auch wieder richtig Spaß. Der schwere Einstieg, das Überwinden und der Muskelkater trotz noch so kurzer Strecken war eigentlich eine Sache der Vergangenheit gewesen – vielleicht ist die jetzige Phase eine nicht ganz unpassende Erinnerung, das Gegebene nicht als selbstverstĂ€ndlich zu betrachten.
Doch wenn mit dem Laufen ist es ja zwangslĂ€ufig so, dass lĂ€ngere Strecken auch mehr Trainingszeit in Anspruch nehmen. Insofern ist der derzeit gut gefĂŒllte Terminkalender eher von Nachteil, um wieder richtig in Schwung zu kommen.

Dennoch ist dies kein Grund das erneut ansetzende BĂ€uchlein gewĂ€hren zu lassen. Unter Ausblendung „frĂŒherer Erfolge“ lohnt es sich also, neue Ziele zu setzen: Zum Beispiel in dieser oder der nĂ€chsten Woche endlich wieder einmal 10 km am StĂŒck zu schaffen (tja, auch das kann eine Herausforderung sein). Und auf jeden Fall möchte ich in diesem Jahr noch einmal einen Halbmarathon laufen – zumindest die Distanz; es muss kein Wettkampf sein.

Schließlich musste ich mir zuletzt eingestehen, dass die vor einigen Monaten gesteckten Ziele eines Herbst(ultra)marathons im derzeitigen Zustand absolut unrealistisch sind. Nach dem Motto „die Marathonvorbereitung ist tot, lang lebe die Marathonvorbereitung!“ stehe ich also mit schlechterer Verfassung da als vor einem Jahr – doch der kommende Winter ist lang und sollte genug Zeit fĂŒr eine erneute Vorbereitung bieten.




Zeit fĂŒr mich

Die Frage nach den GrĂŒnden fĂŒrs Laufen haben schon sehr sehr viele Menschen sehr sehr ausfĂŒhrlich behandelt. Ob das jetzt alles auch auf einen selbst zutrifft mag jeder selbst entscheiden. Mit einer nun ziemlich ausgiebigen Laufpause hinter mir kann ich fĂŒr mich sagen, dass mir die regelmĂ€ĂŸige Portion frische Luft am meisten gefehlt hat. Obgleich ich – je nach IntensitĂ€t des Trainings – durchaus erschöpft heim kommen kann, fĂŒhle ich mich in aller Regel doch wesentlich frischer als vor dem Lauf. Und je lĂ€nger ein Lauf, desto besser das „Feeling“.

Auch wenn mein momentaner Zustand recht deprimierend ist, so genieße ich doch wieder die regelmĂ€ĂŸige Gelegenheit ein wenig Zeit nur fĂŒr mich und mit mir zu verbringen. Zumindest in der Hinsicht kommt die Welt fĂŒr mich wieder in Ordnung – abseits jeglicher Wettkampfgedanken; denn bis dahin wird wohl noch sehr viel Zeit ins Land gehen.




Besser wenig als gar nicht

Wenn man nach einigen Wochen der Trainingspause wieder die Laufschuhe schnĂŒrt, kann man schon mal Panik angesichts des Zustands bekommen, mit dem man ein paar Kilometern völlig fertig wieder zu hause ankommt. Zum GlĂŒck ist es wohl nicht ganz so ĂŒbel, wie es sich zunĂ€chst angefĂŒhlt hat. Ein paar wirklich kurze LĂ€ufe, die Muskeln wieder an AktivitĂ€t gewöhnen und schon lĂ€sst sich auch wieder ein Lauf absolvieren, ohne direkt drei Tage Muskelkater zu bekommen.

Dennoch fĂ€llt auf, auf was fĂŒr einem Niveau man sich befunden hat: Ein Lauf an einem Samstag Vormittag unter 20 Kilometer stand stellvertretend fĂŒr keine Zeit gehabt oder krank gewesen. Im Augenblick ĂŒberlege ich, wann ich wohl wieder 20 km in einer gesamten Woche schaffe… Wie gut es einem geht, merkt man halt meist erst, wenn sich der Zustand verschlechtert. Wird Zeit, da wieder dran zu arbeiten.