Archiv der Beiträge von Oktober 2008

Comeback-Plan

In der Novemberausgabe der Runners World fand ich gestern einen Beitrag, der mich (Achtung – schlechtes Wortspiel) auf den Plan gerufen hat. Und zwar findet sich dort ein Comeback-Plan, der LĂ€ufern wie mir, die aus irgendwelchen GrĂŒnden aus ihrer ansonsten akzeptablen körperlichen Verfassung gerissen wurden, eine Anleitung geben soll, in zehn Wochen wieder auf eine halbwegs brauchbare Fitness zu kommen.
Zum GlĂŒck kann ich sagen, dass ich schon etwas weiter bin als der Plan voraussetzt. Das ist allerdings auch nicht unwichtig, setze ich mir doch auch ein höheres Ziel als 60 Minuten am StĂŒck zu laufen.

Vor einigen Wochen einmal angedacht halte ich es an dieser Stelle also als Ziel fest: Damit 2008 mir nicht zum One-Hit-Wonder-Jahr verkommt, möchte ich auf jeden Fall noch einmal einen halben Marathon am StĂŒck schaffen. 9 Wochen bleiben mir, um von zuletzt ganz gut machbaren 8 auf immerhin 21,1 km aufzustocken. Ausgerechnet diejenige Distanz, die mich Mitte letzten Jahres zu meiner Marathonvorbereitung gefĂŒhrt hat; eine Strecke, die mir lange Zeit nur als langfristiges und vielleicht erreichbares Ziel vor Augen schwebte und doch vor nicht allzu vielen Monaten als fast schon samstĂ€glicher Standard einen Platz in meiner Woche hatte. So will ich mich jetzt daran messen (und messen lassen), ob ich dieses Ziel erreiche.

Den Comeback-Plan werde ich daher entsprechend anpassen, um das ganze auch zu schaffen. Schon vor meinem Marathon habe ich immer einen Blick auf den Trainingsplan gebraucht um mich wirklich aufraffen zu können. Denn egal wie fit man ist – manchmal ist das Laufen (oder die Bedingungen drum herum) zu anstrengend, um sich ohne eine solche Motivationshilfe aufraffen zu können.




So muss das sein

Nicht nur, dass mir zuletzt reichlich oft die Zeit gefehlt hat, um abends noch eine Runde zu laufen, auch mein Körper wollte nicht mehr so wie es das gerne gehabt hÀtte. Die Folge war der Versuch eines Wochenendlaufs, der bereits nach einer Viertelstunde beendet werden musste.

Heute aber dann endlich mal wieder die Laufsachen angezogen, vor die TĂŒr gegangen, losgetrabt und wohlgefĂŒhlt. KĂŒhle Abendluft und keine ich-muss-da-noch-was-erledigen-Gedanken im HInterkopf; das ist die richtige Mischung um sich entspannen zu können. Schade nur, dass ich mich zurzeit spĂ€testens nach einer halben Stunde auf den RĂŒckweg begeben muss – zu mehr reicht die Puste im Moment nicht mehr.
Doch wenn ich schon nicht mehr so oft zum Laufen komme wie im relaxten Stundenleben, so möchte ich doch zumindest die LĂ€ufe genießen, zu denen ich mich aufmache. Hoffentlich geht es in der Form erst einmal weiter; ich könnte mal wieder ein paar Positiverfahrungen in Sachen Laufen vertragen.




Nichts wie gewohnt

Ich glaube, in diesem Halbjahr habe ich echt die Seuche am Fuß. WĂ€hrend bis zum Marathon im FrĂŒhjahr fast alles immer bestens lief, ist seitdem nicht mehr viel fĂŒr mich zu holen. Auch jetzt wieder: Da habe ich mich endlich mal wieder ganz stolz an einen 10-km Lauf herantrainiert – und dann hole ich mir auch direkt wieder einen Schnupfen, dass die nĂ€chste Woche wieder nichts mit Laufen ist.

Gestern abend aber dann endlich wieder einen richtig entspannenden und erholsamen Lauf gemacht. Auch wenn es mir „damals“ auch schon halbwegs bewusst war, merke ich erst jetzt wie schwierig es sein kann, Beruf und Sport unter einen Hut zu kriegen. Als Student hatte ich immer reichlich Zeit, die ich mir auch entsprechend einteilen konnte um meine LĂ€ufe zu machen. Daher Respekt vor jedem, der es schafft drei, vier, fĂŒnf mal die Woche abends zusĂ€tzlich noch Trainingseinheiten einschieben zu können.

Ich bin auf jeden Fall froh, wenn ich wieder ein paar Wochen ohne stĂ€ndige Zwangspausen trainieren kann. Aber meinen Marathon habe ich ja hinter mir. Nun muss ich mir nicht mehr so viel Stress machen, sondern kann auch einfach nur laufen – ohne den Druck noch schnell ein paar Intervalle machen zu mĂŒssen, um beim nĂ€chsten Wettkampf Bestzeit laufen zu können. Klar, irgendwann wĂ€re es bestimmt wieder schön in einer solche Lage zu sein. Aber im Moment nehm‘ ich das was ich kriegen kann; das ist ohnehin schon wenig genug in meiner Verfassung.