Archiv der Beiträge von November 2008

Mission 14

HaldenlaufZwei k├╝rzere L├Ąufe habe ich in dieser Woche absolvieren k├Ânnen. Beide Male nicht unbedingt viele Kilometer, aber trotz der eher schwierigen zeitlichen Verh├Ąltnisse doch ganz gut. Nachdem ich jedoch in der Vorwoche einen guten Lauf ├╝ber 12,5 km war die Motivation dieses mal auch die geforderten 14 zu schaffen recht gro├č.
Das ganze war also eine gute Gelegenheit, die n├Ąhere Umgebung laufend zu erkunden. Bedingt durch den mittlerweile recht fr├╝hen Sonnenuntergang schaffe ich werktags meist keinen Lauf, bei dem ich freiwillig unebene Waldwege belaufe. Da ziehe ich halbwegs beleuchtete und gut zu belaufende Strecken vor.Haldenlauf

Am Wochenende jedoch muss ich die Gelegenheit nutzen und den nahen Wald erlaufen. W├Ąhrend des Vormittags hatte es ein wenig geregnet, so dass die Wege dementsprechend aufgeweicht und matschig waren. Meine sch├Ânen, lange Zeit einigerma├čen ordentlich gehaltenen Schuhe waren nach einigen Kilometern nicht mehr so glanzvoll.
Die Strecke allerdings war es wert. So frei und locker bin ich lange nicht mehr unterwegs gewesen. Nach den ersten Minuten konnte ich die Schwere in den Beinen fr├╝h absch├╝tteln und auf mir bisher unbekannten Wegen waren die ersten zehn Kilometer schneller vorbei, als ich es erwartete. Zwar war die letzte Viertelstunde durchaus anstrengend, jedoch zu keinerzeit grenzwertig. H├Ątte ich gewollt oder gemusst – ich h├Ątte noch einiges weiterlaufen k├Ânnen. Das macht mir Hoffnung, auf meinem Weg zu einem Halbmarathon noch in diesem Jahr gut in der Zeit zu sein. N├Ąchste Woche habe ich vor, die Halde des Bergematerials zu erlaufen – heute hatte ich auf halber H├Âhe genug. Aber auf einer 16 km Strecke in der n├Ąchsten Woche sollte diese Herausforderung auch zu schaffen sein.




Mission 12 feat. Der erste Schnee

WaldlaufDer Blick aus dem Fenster bot an diesem Morgen einen ├╝berraschenden Anblick. Die Welt war von der ersten Schneedecke des kommenden Winters bedeckt; der Blick auf die nahe liegende Zeche wurde durch den immer wieder einsetzenden Schneefall getr├╝bt.

So ging es vormittags bei kaltem aber absolut klarem Wetter auf die erste Samstagsmission meines neuen Laufvorhabens. Nach den beiden anstrengenden, aber ganz gut verlaufenden L├Ąufen ├╝ber je 10 km stand eine erste Bew├Ąhrungsprobe ├╝ber immerhin zw├Âlf Kilometer auf der Tagesordnung. Wie auch schon zuletzt zwang ich mich ├╝ber die Wegf├╝hrung dazu, die Distanz zu meistern. Zuerst ein kleines Hin- und Zur├╝ck von ca. zwei Kilometern und dann die Strecke der letzten Tage. Nach jeweils 20 Minuten g├Ânnte ich mir eine (durchaus ben├Âtigte) Gehpause von je einer Minute. Am Ende wurde es somit ein Lauf ├╝ber 12,5 km. Weiter als geplant, besser geschafft als bef├╝rchtet. Und mit 1:12:30 h auch weitaus schneller als w├Ąhrend des Laufens eingesch├Ątzt.

Jetzt wird es sehr interessant zu sehen sein, ob ich meinen Plan, jedes Wochenende den Lauf um 2.000 m zu verl├Ąngern, auch durchhalten kann. Wenn ja, sollte der Halbmarathon in f├╝nf Wochen (den ich mir auferlegt habe) eigentlich zu schaffen sein. Trotzdem: Mit bestenfalls wohl zwei weiteren L├Ąufen unter der Woche sind das ziemliche Steigerungen ├╝ber einen eher kurzen Zeitraum. Mal sehen, ob das klappt. Ich denke, ich habe mir im letzten Jahr genug K├Ârpergef├╝hl antrainiert, um beurteilen zu k├Ânnen, ob der K├Ârper diesem Vorhaben wohlgesonnen ist. Bis jetzt l├Ąuft es gut. Doch n├Ąchsten Samstag steht schon die Mission 14 an. Heute h├Ątte ich die Distanz nicht wirklich laufen m├╝ssen – die gut zw├Âlf waren wirklich genug.




2009

N├Ąchstes Jahr soll die Welt wieder in Ordnung sein. Es ist also eine ausgezeichnete Gelegenheit f├╝r gute Vors├Ątze. Den Anfang mache ich dann direkt mit der Anmeldung zur Winterlaufserie in Duisburg. Wie auch schon im Vorjahr wird es dann in drei L├Ąufen ├╝ber 10 und 15 km sowie einen Halbmarathon zum Abschluss gehen. Trotz der damaligen hervorragenden k├Ârperlichen Verfassung hatte ich meine Ziele bei allen drei L├Ąufen aus unterschiedlichsten Gr├╝nden verfehlt. Ich sehe zwar nicht wirklich die M├Âglichkeit, bis Ende Januar (denn dann ist der erste Lauf) wieder in eine vergleichbare Form zu kommen, doch Ziele setzen schadet ja nicht.

PS: Einen lockeren Silversterlauf samt Jahresabschlussbier soll es dieses Jahr auch wieder geben. Ein Hauch von Laufroutine kommt zur├╝ck!




Wie ein Uhrwerk

WaldlaufNachdem ich unter der Woche bereits zwei L├Ąufe hinter mich gebracht und f├╝r gut befunden hatte, musste die Gelegenheit des Wochenendes unbedingt noch genutzt werden, um den K├Ârper ein weiteres Mal in Bewegung zu bringen.
Da kein Vollmond mehr als Laterne diente hatte ich dieses mal auch mein kleines (Stirn-)L├Ąmpchen dabei, dass ich allerdings in der Hand halte. Ich kann mich mit so einer am Kopf herumwackelnden Lampe einfach nicht so recht anfreunden. Daf├╝r war ich wieder mit kurzer Hose unterwegs. Dass es Winter wird kann man nun nicht mehr abstreiten, denn f├╝r meinen Geschmack wird die Temperatur abends nun doch grenzwertig f├╝r den Einsatz solcher Kleidung.

So ging es denn los; zun├Ąchst den gleichen Weg, den ich auch zuletzt beide Male genommen hatte. Die Wende kam aber nun nicht nach gut 15 Minuten. Stattdessen hatte ich vor, einfach weiterzulaufen, bis die Uhr drei├čig Minuten Laufzeit anzeigte. Nach den L├Ąufen ├╝ber ca. 30 und 45 Minuten sollte es also eine gar nicht so geringe Steigerung sein. Den Hinweg durchzuhalten (so der Plan) w├Ąre auf diese Weise gar kein Problem. Und zur├╝ck m├╝sste ich so oder so irgendwie kommen; ich kann ja nicht einfach in der Pampa stehen bleiben. In der Form also die erzwungene Motivation, eine Stunde zu laufen.

Gesagt – getan. Angenehme Wetterbedingungen und die Ruhe ├╝ber Gott und die Welt nachzudenken brachten mich so problemlos den Hinweg entlang. Der R├╝ckweg war allerdings erwartungsgem├Ą├čg anstrengend. Auf den letzten beiden Kilometern sp├╝rte ich zunehmend das Limit von Kondition und vor allem der Muskulatur. Trotzdem bin ich noch gut zu Hause angekommen – und vor allem gl├╝cklich.

Und warum nun diese ├ťberschrift? Weil ich am Ende 1:00:05 auf der Uhr hatte. Schon nach kurzer Zeit war ich endlich mal wieder in einen herrlichen Laufrhythmus gefallen, in dem ich v├Âllig intuitiv einen immer gleichen Schnitt laufe.
Aber ist es nun ein Zwischenhoch oder tats├Ąchlich ein richtiger Aufw├Ąrtstrend bei mir? Mal sehen was die n├Ąchste Woche so bringt.




Vollmond

Wer gestern abend unterwegs war und einigerma├čen klaren Himmel ├╝ber sich hatte konnte einen wundersch├Ânen Vollmond beobachten. Ich bin immer wieder ├╝berrascht wie hell es allein durch den Mond nachts bzw. abends sein kann. Kein Wunder, dass die Leute im Mittelalter bei solchem Mondstand niemanden angreifen wollten – wenn das Licht ausreicht, dass man gefahrlos auch nach Sonnenuntergang ohne eigene Lichtquelle im Wald laufen kann, finde ich das schon ziemlich heftig. Das merkt man als Stadtkind nat├╝rlich erst so richtig, wenn man mal ein wenig au├čerhalb laufen geht, wo die Lichtverschmutzung durch die Stadt nicht so schlimm ist.

Auf jeden Fall hatte ich am Mittwoch endlich mal wieder Zeit eine halbe Stunde zu laufen. Wenig entspannend allerdings – vorwiegend, weil einfach die Kondition fehlt, um locker zu laufen. Gestern abend ging es jedoch um L├Ąngen besser. K├╝hle, klare Luft und auch einen freien Kopf, den keine Folgetermine mehr dr├╝ckten. Gleich lief es sich wieder richtig gut. Zu mehr als einer dreiviertel Stunde reicht es im Moment zwar nicht, aber das soll sich ja ├Ąndern.

Als Ziel steht f├╝r mich zur Zeit das Wochenende vom 27./28. Dezember fest. Den gelaufenen Marathon nur noch als „wie konntest du das denn mal schaffen“-Erinnerung im Kopf will ich dann zumindest wieder in der Lage sein 21,1 km am St├╝ck┬á zu laufen. L├Ąnger als 2:10 h sollte es dann auch nicht dauern. Ein gar nicht so geringes Ziel, wenn ich an meine letzten L├Ąufe zur├╝ckdenke. Aber irgendwann muss man ja mal wieder anfangen auf ein Ziel zu trainieren – vor allem, wenn ich bereits Ende Januar wieder an der Winterlaufserie in Duisburg teilnehmen m├Âchte.