Archiv der Beiträge von MĂ€rz 2009

Abbruch (II)

Vor dem StartAm Ende hat es nicht sein sollen: Nachdem ich die gesamte Woche meinen Fuß geschont hatte und zum Schluss auch wieder schmerzfrei gewesen war hatte ich mich in Duisburg zum Start des Halbmarathons aufgestellt.
Den ganzen Tag ĂŒber war es regnerisch und kĂŒhl gewesen. Grund genug, sich relativ gut bekleidet in die Startformation zu begeben. PĂŒnktlich zum Start jedoch kam die Sonne mit ihren mittlerweile recht krĂ€ftigen FrĂŒhlingsstrahlen heraus. Somit eigentlich zu dick angezogen begann ich den Lauf.

Probleme machten mir dann allerdings weder der Schwitzfaktor noch die mĂŒden und uneingelaufenen Beine; denn nach gut einem Kilometer SpĂŒrte ich bereits wieder ein Ziehen im Fuß. Blöd an der StreckenfĂŒhrung des Laufs ist, dass man erst nach ca. 15 km wieder in StartnĂ€he ist und ein Aussteigen somit meist weitab des Autos erfolgen muss und einen relativ langen RĂŒckweg erfordert. Aufgrund der noch nur sehr leichten Schmerzen riskierte ich es daher mich auf den langen Teil der Runde zu begeben.
Positiv bleibt zu vermelden, dass mir das Laufen zwar relativ schwer fiel, sich mein körperlicher Zustand auf den folgenden Kilometern aber auch nicht abnutzte. Es ging einfach immer weiter – nur halt mit zunehmenden Schmerzen.

In weiser Voraussicht verzichtete ich am Wasserstand nach gut acht Kilometern darauf mein Tempo aufs Gehen zu reduzieren und lief langsam aber stetig weiter. QuĂ€lend wurde es dann nach gut einer Stunde. Die Schmerzen im Fuß nahmen sehr deutlich zu, richtig rund konnte ich nicht mehr laufen. Bis zur Kilometermarke 13 folgte eine heftige innere Diskussion ob ein Aufgeben machbar oder die restliche Strecke nicht doch zu bewĂ€ltigen wĂ€re. Dann eine kurze Gehpassage – und es war vorbei. Ohne die gleichmĂ€ĂŸige Belastung der Laufbewegung konnte ich nur noch humpeln und die Entscheidung war mir damit eigentlich abgenommen. FĂŒr jemanden, der nicht verlieren und sich erst recht nicht von sich selbst besiegen lassen kann ist das schon ein harter Moment.

Auf dem RĂŒckweg zum Auto ĂŒberholte mich dann praktisch das gesamte restliche Feld. Echt deprimierend! Wenigstens zeigte mir der folgende Tag, dass die Entscheidung auszusteigen die richtige war. Kaum auszudenken, wie schlimm es ansonsten noch hĂ€tte werden können.




Die Hoffnung stirbt zuletzt

Noch zwei Tage bis zum Halbmarathon in Duisburg und mein Fuß ist bisher nicht wirklich wieder in Ordnung. Zumindest kann ich aber wieder schmerzfrei gehen. Das wird eine knappe Angelegenheit, ob ich am Samstag tatsĂ€chlich fit bzw. gesund fĂŒr 21,1 km sein werde.
Ich will diesen Lauf aber nicht verpassen. Endlich wieder Halbmarathon laufen – und das als Abschluss einer Laufserie, deren ersten beiden LĂ€ufe ich schon hinter mir habe. Der Platz auf der Urkunde darf nicht leer bleiben! Schonen und Daumen drĂŒcken ist angesagt.




Abbruch

Noch am Samstag hatte ich ein kleines Erfolgserlebnis: Meinen 10 km-Lauf beendete ich nach einer zĂŒgigen zweiten HĂ€lfte in immerhin 55:25 min – gut zwei Minuten schneller als noch vor sieben Wochen im Wettkampf.
Dennoch hatte ich die letzten Tage mit leichten Schmerzen im rechten Fuß zu kĂ€mpfen. Samstag schien dann zu viel gewesem zu sein, denn am Sonntag musste ich nach fĂŒnf Minuten abbrechen. Zu groß die Schmerzen im Fuß.

Nun hoffe ich, dass es nichts allzu schlimmes ist und ein paar Tage aussetzen zur Erholung genĂŒgen. Schließlich steht am nĂ€chsten Samstag der Halbmarathon an.




Stöckchenkrieger

Endlich ist es soweit: Abends zu Hause ankommen, die Sonne scheint noch und es ist sogar angenehm warm. Grund genug, sofort in die Laufklamotten zu wechseln und eine Runde zu drehen.
Die Natur ist friedlich und in freudiger Erwartung des baldigen Sonnenuntergangs. Doch was ist das? Dieser LĂ€rm? Ich dachte zunĂ€chst an einen Kindergartenausflug – die GerĂ€usche waren aber auf Entfernung noch schwierig zuzuordnen – doch abends um sieben?. Dann biege ich um eine Ecke und sehe sie: Die Armee aus Stöckchenkriegern (bzw. Kriegerinnen). Allesamt Damen im fortgeschrittenen Rentenalter, die – von grellfarbenen TrainingsanzĂŒgen ummantelt – ihren Abendspaziergang mit Pseudosport absolvierten.

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Kopfsache

„QuĂ€l‘ dich du Sau!“ – Welche Gedanken einem durch den Kopf schießen, wenn man meint die Beine mĂŒssten jeden Moment vom Rest des Körpers abfallen, kann man nicht immer beeinflussen.

Nach einer bestenfalls durchwachsen zu nennenden Woche mit gerade mal zwei kurzen LĂ€ufen und ziemlicher Lustlosigkeit wollte ich zwei Wochen vor dem Halbmarathon noch einmal eine richtige Distanz laufen. Laut dem selbst auferlegten Trainingsplan sollten es 100 Minuten lockerer Dauerlauf sein. Die AnkĂŒndigung an die Liebste, dass mit der RĂŒckkehr aber auch schon nach dreißig Minuten zu rechnen sein könnte wurde mit dem Hinweis auf die baldigen 21 Kilometer zurĂŒckgewiesen. Danke, dann seh‘ ich mal zu was sich machen lĂ€sst.

Rund eine Stunde ließ es sich ganz gut laufen, doch recht deutlich spĂŒrbarer Gegenwind machte die zweite HĂ€lfte des Laufs nicht gerade zur Spaßveranstaltung. Ausgesuchte StreckenfĂŒhrung und Hochrechnung brachten mich auf ca. 110 Minuten Laufzeit. WĂ€re genug – wenn ich denn durchhalte.
Es gibt nun einfach gute Tage (wie letztes Wochenende) und schlechte Tage. 106 Minuten fĂŒr 17,8 km sind daher vertretbar, auch wenn ich die Frage nach dem wie gar nicht stellen will. Irgendwie bin ich zu Hause angekommen. Mein Kopf hat’s gepackt und manchmal muss man einfach dahin gehen wo es weh tut.




Danke

An dieser Stelle ein Danke an Gerd. Der Grund: Eigentlich wollte ich heute gar nicht laufen. Okay, es war zwar geplant – aber dann das miese Wetter, die Tagesform und letztlich auch ĂŒberhaupt keine Lust. Schließlich habe ich jedoch seine Bemerkung vor Augen gehabt, dass es gar nicht so schlimm um mich bestellt sein kann, wenn ich 17,5 km in 1:45 h schaffe. Recht hat er eigentlich. Und noch vor einem Monat war das fĂŒr mich selbst eigentlich undenkbar.

Doch womit bin ich wieder zu dieser Form gelangt? Mit lustlos zu hause auf der Couch sitzen oder mich bei Winterwetter drei, vier, fĂŒnf Kilometer durch die Landschaft quĂ€len? Eher letzteres. Das war Motivation genug, dann doch von jetzt auf gleich die Laufschuhe (und den restlichen Kram) anzuziehen und mich zu einer kleinen Runde aufzumachen. Es muss ja nicht jeden Tag der große Wurf sein.

EnttĂ€uschend dann aber doch, dass die Uhr nach der 6,1 km langen Strecke 38:10 min anzeigte? Geht das mit rechten Dingen zu? Der Hinweg kam mir ganz normal vor, den RĂŒckweg möchte ich elegant mal als „dynamisch“ bezeichnen. Ich hĂ€tte ehrlich gesagt mit einer Zeit um 35 min gerechnet – oder schneller.
Habe ich mein KörpergefĂŒhl verloren oder funktioniert meine Uhr einfach nicht richtig? An der Technik wage ich eigentlich nicht zu zweifeln, doch merkwĂŒrdig ist das schon. Selbst fĂŒr einen Tag, an dem ich gar keine Lust aufs Laufen hatte…




Höhenflug

Ein Blick ĂŒber das RuhrgebietSchon lange hatte ich vor, die unweit unseres Heims gelegene Halde Haniel zu erlaufen. Um den Aufwand zu rechtfertigen wollte ich auch gutes Wetter haben um die Gelegenheit fĂŒr ein paar Fotos zu nutzen. Bislang scheiterte das Vorhaben stets; mal wegen des Wetters – meist jedoch aufgrund meiner körperlichen Verfassung, die mir ein wenig Angst vor den 159 Höhenmetern machte. Doch in Vorbereitung auf einige weitaus lĂ€ngere LĂ€ufe in der Zukunft kann es nicht schaden sich ein paar neue Trainingsreize zu schaffen.

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Schlammschlacht

Vor ein paar Tage hatte ich abends einen Lauf im Wald absolviert. Bei Regen in den Sonnenuntergang hinein – und weit darĂŒber hinaus. In der Folge hatte ich meine liebe Not und MĂŒhe auf den schlammigen und völlig aufgeweichten Wegen einigermaßen sicher wieder nach hause zu gelangen. GrundsĂ€tzlich habe ich nichts gegen solche Crosslaufeinlagen. Aber ich bin zumindest gern auf so etwas vorbereitet.

Schlammschlacht im WaldHeute war dann wieder so ein Tag. Seit gestern hatte es praktisch durchgehend geregnet und zur Feier des Tages war es sogar noch halbwegs hell als ich von der Arbeit nach hause kam. Schnell also in die neuen Schuhe gehĂŒpft, die ich bei den letzten beiden LĂ€ufe schon mal halbwegs eingelaufen hatte.
Der Zustand der Waldwege war sogar noch einen Tick schlimmer als ich es erwartet hatte. Doch anstatt wie beim letzten mal bei jedem Schritt zu rutschen und nie zu wissen, ob man wirklich Halt fĂŒr den nĂ€chsten Schritt hat, konnte ich deutlich merken, wie einem das Profil der Schuhe Sicherheit gibt, wĂ€hrend es sich in den Matsch grĂ€bt. Einen so deutlichen Unterschied zu spĂŒren hatte ich nicht erwartet.
Dabei bleibt ebenfalls zu bemerken, dass sich die Schuhe beim Laufen selbst kaum anders anfĂŒhlen als die „normalen“ Laufschuhe. Sie dĂ€mpfen gut und lassen sich angenehm abrollen. Das hĂ€tte ich ehrlich gesagt auch nicht gedacht. Ich hĂ€tte mit einem klobigeren LaufgefĂŒhl gerechnet.
Nach 10 Kilometern und exakt einer Stunde Laufzeit kam ich so  zwar verdreckt aber immerhin sicheren Fußes zu hause an.

FĂŒr den ersten richtigen Lauf, bei dem ich die QualitĂ€ten des Schuhs testen konnte, bin ich mit meinem Kauf sehr zufrieden. Jetzt werde ich das Paar erst einmal in Ruhe eintragen und beizeiten noch mal ein Urteil abgeben – denn nicht immer war ich mit Schuhen von Adidas voll zufrieden. Die Farbgebung dunkel zu halten war auf jeden Fall schon einmal eine gute Idee; auf diese Weise fĂ€llt der Dreck, der bereits jetzt im Material der Schuhe steckt, nicht so sehr auf.




zwei null neun

Laufen ist bekanntermaßen fĂŒr zwei Dinge gut: Körperliche Fitness und die Möglichkeit unendlich viele Statistiken darĂŒber zu fĂŒhren. Nun, da ich wieder einen halbwegs strukturierten Monat hinter mir habe, möchte ich die Gelegenheit nicht versĂ€umen, auch einen entsprechenden Blick zurĂŒck zu werfen.

Statistik Februar 2009Nach einem recht dĂŒrftigen Start im Januar habe ich im Februar den besten Monat seit letztem Juni(!) hingelegt. Und das mit gerade einmal 98,1 km. Mit blöden Ausreden wie „Der Februar hatte ja nur 28 Tage“ bin ich also bei gefĂŒhlten 100+ Kilometern Laufleistung. Gestoppt habe ich 9:52:16 h. Macht einen nicht wirklich zufrieden stellenden Schnitt von 6:04 min/km.

Mit einem endlich aber mal wieder ĂŒber den Monat einigermaßen gleichmĂ€ĂŸigen und durchgehaltenen Trainingspensum steht einem erfolgreichen MĂ€rz ja eigentlich nichts im Wege. Ziele sind ganz klar das Absolvieren des Halbmarathons am 28.3. sowie die Laufkilometer in den dreistelligen Bereich zu bewegen. Auch ein Schnitt unter 6 min/km wĂ€re wĂŒnschswert, wenn auch vielleicht noch nicht in diesem Monat zu erreichen.

Angefangen hab ich ja bereits am Montag, als ich mich mit vom Wochenende immer noch leicht mĂŒden Beinen direkt mal zu einer Trainingseinheit aufgemacht habe. Eine kleine Extrarunde im Wald und schon wurden aus 6 gleich mal 9 Kilometer. Immerhin ein Anfang um Kilometer zu sammeln.




Neue Schuhe III

Auch wenn mich der Lauf gestern vielleicht in eine zwischenzeitliche Hochstimmung versetzt hat, ist der anschließende Kauf neuer Laufschuhe sicherlich nicht darauf zurĂŒckzufĂŒhren. Denn die Anschaffung war eigentlich schon lĂ€nger geplant.

WLS 2009Da ich in der letzten Zeit vermehrt im Wald und nicht mehr wie frĂŒher nur an der Straße laufe, dachte ich es wĂ€re an der Zeit mir ein Paar diesem Umstand entsprechende Schuhe zuzulegen. Zum einen brauchte ich ohnehin langsam ein neues Paar, da meine alten mittlerweile alle ziemlich ausgetreten sind. Zum anderen habe ich auch ein paar schlechte Erfahrungen mit meinen fast profillosen Laufschuhen auf aufgeweichten und schlammigen Waldpfaden gemacht. Zum Teil verliert man mĂ€chtig an Standfestigkeit – und ich laufe ja nicht, um mich zu verletzen.
Ich hoffe nun, dass dies mit eim Paar angepasstem Schuhwerks der Vergangenheit angehört. Die Zeit ist auch die richtige: sind doch in vielen LĂ€den die Modelle des Vorjahres um einiges gĂŒnstiger zu bekommen. Meine Wahl fiel auf den Adidas Supernova Riot. Wie schon bei meinen bisherigen Paaren von Adidas fĂŒhlte ich mich sofort wohl in den Schuhen. Besonders erstaunt hat mich, dass, obwohl der Schuh doch weitaus stabiler als der gemeine Laufschuh wirkt, ein ganz angenehmes Trage- und DĂ€mpfungsverhalten zu spĂŒren ist. Ich bin schon auf die ersten LĂ€ufe gespannt.

WLS 2009Wie zu sehen, zeichnen sich diese Schuhe zum einen durch die dunkleren Farbtöne aus (warum auch nicht – die Schuhe sehen ohnehin nach zwei LĂ€ufen im Wald aus wie Lehmklumpen), zum anderen durch das relativ tiefe Profil. Auch das Material der Sohle fĂŒhlt sich sehr griffig an im Vergleich zu meinen anderen Schuhen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass der/die Hersteller wissen was sie tun und dass sich durch den Einsatz solcher Schuhe tatsĂ€chlich Vorteile ergeben.