Archiv der Beiträge von April 2009

Endlich wieder

Irgendwie ist es immer das gleiche: Ich trainiere, trainiere, trainiere, schaffe dann einen besonderen Lauf (wie den Halbmarathon am Sonntag vor acht Tagen) und dann ist aus unerfindlichen GrĂŒnden wieder erst einmal Schluss mit laufen. Okay, die letzte Woche begann mit deutlichem Muskelkater, aber warum war ich den Rest der Woche und das gesamte Wochenende nur unterwegs und habe es nicht zu einem einzigen kleinen Lauf geschafft?

So vergingen die Tage und damit auch schon wieder der Gedanke an die nĂ€chste wichtige Distanz: 25 km. Schließlich reicht es nicht, sich einmal ĂŒber die gut zwanzig Kilometer eines halben Marathons zu quĂ€len (und das war wirklich alles andere als locker) um direkt beim nĂ€chsten Lauf einiges dranhĂ€ngen zu können.
VernĂŒnftige Ergebnisse erzielt man nur, indem man auch unter der Woche zwei bis drei brauchbare Trainingseinheiten absolviert. Und genau daran scheitert es im Augenblick mal wieder.

Gestern Abend jedoch ging es dann doch auf eine Runde von zehn Kilometern. Aus unersichtlichen GrĂŒnden funktionierte meine Uhr vor dem Lauf als ich sie mir umband, als ich sie zum Lauf starten wollte jedoch nicht mehr. Batterie leer? Kann sein, also ohne Zeitmessung gelaufen. Kaum bin ich zurĂŒck, gibt die Uhr einen Pieps von sich und funktioniert wieder. Das kann ich wohl unter Arbeitsverweigerung verbuchen! Der Lauf ansonsten war schön, nach ein wenig regnerischem Wetter den Tag ĂŒber auch angenehm kĂŒhl.

Das Ziel der Woche (bzw. bis Freitag) ist es nun, noch 21,5 km zu laufen. Die brauche ich nĂ€mlich noch, um meine Monatsleistung vom MĂ€rz einzustellen. Ein RĂŒckschritt sollte nicht sein und die Ausrede der Woche ohne laufen lasse ich auch nicht gelten!

Nachtrag: Inzwischen ist mir als altes Rechengenie aufgefallen, dass am Freitag ja bereits der 1. Mai  und somit gar nicht mehr April ist. 21,5 km in zwei Tagen? Mit dem Muskelkater von gestern? Das wird eng; so zumindest meine Prognose.




Wieder da

Mittlerweile drei Wochen ist es hier, dass ich meinen Halbmarathon in Duisburg aufgrund einer Verletzung abbrechen musste. Seitdem quĂ€lt mich der Gedanke, dass ich noch etwas gutzumachen habe. In den Wochen der Verletzung bin ich nur sehr wenig und kurze Strecken gelaufen. Dementsprechend anstregend war die Runde von 14 km bereits in der Vorwoche. Bei nicht ganz so heißem Wetter wollte ich an diesem Wochenende dann noch ein SchĂŒppchen drauflegen.

Nach den Erfahrungen der letzten Woche begab ich mich dieses mal auf eine weniger offen liegende Strecke durch den Wald. Die Bedingungen waren gut und so waren die ersten Kilometer auch einiges schneller vorbei als geplant: 5:15 min/km sind im Augenblick eigentlich zu schnell, um insgesamt weit zu kommen. Dank einiger kleiner Umwege fand ich mich dann auch erst nach neun anstatt wie vorgenommen nach sieben Kilometern an der Wendemarke ein.
Das wĂŒrde ein ganz schön weites StĂŒck zurĂŒck werden. Dennoch kam mir hier das erste mal der Gedanke, nicht nur zurĂŒck sondern noch ein StĂŒck weiter zu laufen um „die Schande von Duisburg“ zu begleichen.

ErwartungsgemĂ€ĂŸ ging es mit der Form nach einer weiteren halbe Stunde zusehends bergab. Doch der Wille war da; dieses mal wĂŒrde es kein Aufgeben geben. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich auf den letzten Kilometern dann doch den ein oder anderen Meter gehen musste. Allerdings nicht wegen einer aufkommenden Verletzung (der Fuß scheint wohl endgĂŒltig wieder in Ordnung zu sein), sondern schlichtweg weil ich so eine Strecke das letzte mal am 28. Juni 2008 bewĂ€ltigt habe! Fast zehn Monate ist es her. Damals waren es 22,3 km. Heute das erste mal wieder ein Halbmarathon – 21,1 km auf den Punkt.

Die Zeit von 2:04:15 h ist zwar nicht glorreich, aber nebensĂ€chlich. Ich habe es zumindest geschafft durchzuhalten. Darauf bin ich stolz und versuche es als Anreiz zu nehmen auch regelmĂ€ĂŸig wieder Langstrecken absolvieren zu können.




Boom!

Leben kann ganz schön gefĂ€hrlich sein: Als ich gestern von der Arbeit kam ging es aufgrund des schönen Wetters erst einmal in den Wald eine Runde laufen. Von weitem konnte ich da schon wieder die Stöckenarmee Fraktion auf ihrem Weg zur Weltherrschaft rumlĂ€rmen hören. Ich denke das muss eine Naturkonstante sein, dass Walker Krach machen. Ähnlich der, dass MĂ€nnerfĂŒĂŸe stinken und Frauen nicht einparken können.
Bleibt anzumerken, dass Darwin auch heute noch gilt: Hinten an folgte eine Dame, die das Mordstempo anscheinend nicht mehr halten konnte. Durch die Mischung aus Erschöpfung, Abstand zur Gruppe und StöckchenlĂ€rm war sie aber nicht in der Lage ihre Mitstreiterinnen ĂŒber ihre Lage zu informieren.
Ich hĂ€tte ja fast Mitleid gehabt, wenn ich nicht gerade an der schmalen Stelle gezwungen gewesen wĂ€re anzuhalten um das komplette Rudel im Schlenderschritt passieren zu lassen. MerkwĂŒrdig – LĂ€ufern bin ich dort auch schon begegnet, da haben wir nebeneinander her gepasst.

Ok, letztlich habe ich auch diese Begegnung ĂŒberstanden. Am Ende wurde es eine relativ gemĂŒtliche Runde ĂŒber zehn Kilometer in knapp einer Stunde. Im Nachgang dann einen großen Salat und direkt noch Obst hinterher. Gesund also. Muss auch sein, schließlich habe ich Ostern so richtig viel gegessen. Und ich hĂ€tte schon irgendwann mal wieder gern meine Wettkampffigur vom Vorjahr.
Helfen tut mir dabei immer der Apfeltrick: Wenn ich Hunger auf etwas SĂŒĂŸes habe esse ich einen Apfel. SpĂ€testens mittags ist man satt fĂŒr den Tag und glaubt trotzdem sich etwas gutes getan zu haben. Um eine Alliteration zu bemĂŒhen: Mein Programm der nĂ€chsten Wochen heißt „Lusche oder Leichtgewicht“, denn zehn Kilo sollen runter. Hat ja schon mal relativ problemlos geklappt, mit dem richtigen Anreiz sollte das auch dieses Mal wieder gut machbar sein.

Auf dem Weg zur guten Figur hat sich natĂŒrlich auch noch bewĂ€hrt einfach unnötige Kalorien einzusparen. Zum Beispiel bei GetrĂ€nken: Wasser, Tee, Kaffee, alles frei von bösen HĂŒftgewichten. Doch was muss ich dann feststellen? Die Kaffeemaschine meiner Wahl plant einen Anschlag auf mein Leben!
Tja, Philips ruft die ein oder andere Senseo zurĂŒck; inkl. meiner. NatĂŒrlich alles total ungefĂ€hrlich, außer man hat sehr kalkhaltiges Wasser (ich sag nur: Warum sind nur MilchglĂ€ser in der SpĂŒlmaschine), entkalkt die Maschine nicht regelmĂ€ĂŸig (hat doch bisher auch ohne funktioniert) und die Maschine wurde nicht Wassermengen ausgesetzt, die in das GerĂ€t eindringen konnten (ich glaube jeder hat schon mal den WasserbehĂ€lter aus versehen ĂŒber der Maschine entleert). In solchen FĂ€lle kann ein Defekt vorkommen – ich glaube ich werde die Maschine doch reparieren lassen. Wie soll ich schließlich noch DiĂ€t machen, wenn ich explodiert bin?




AufwÀrtstrend

Die letzten paar Wochen lief es mal wieder nicht richtig rund. Mein Fuß hatte dich Mischung aus (endlich) mal wieder mehr Kilometern und neuen Schuhen nicht so wirklich vertragen zu haben. Doch so langsam geht es wieder. In der letzten Woche zumindest drei halbwegs vernĂŒnftige LĂ€ufe und gut dreißig km.

WĂ€hrend das Wetter fĂŒr Ostern natĂŒrlich sensationell war, hatte ich am Samstag mit den gut 20 °C und der intensiven Sonne so meine Probleme. Kaum Schatten unterwegs, Windstille, vorher nichts trinken und dann auch noch eineinhalb Stunden laufen wollen. Das kann doch nicht gut gehen. Anschließend hatte ich fast schon einen Sonnenstich. Richtig gut ging es mir auf jeden Fall nicht.

Erfreulicher dagegen mein Abstecher nach Dortmund noch vorm Wochenende. Freitag morgen war ich kurz zu Besuch an meiner Laufstrecke „von frĂŒher“: Die kleine 1,3 km Runde um ein Feld abseits der Straßen. Dutzende von Malen umrundet auf dem Weg zum Marathon. Ein Moment, der mich daran erinnert hat, dass man einen Marathon sicherlich nicht geschenkt bekommt, sondern wie viel Schweiß und Durchhaltevermögen dafĂŒr nötig ist. Immer wieder bin ich dort gelaufen und habe „nur ein oder zwei Runden noch“ drangehĂ€ngt. Eine belebende Erinnerung!




Frohe Ostern!

Ich wĂŒnsche allen Lesern und ihren Familien ein besinnliches Osterfest. Genießt die Feiertage und vergesst das Laufen nicht!




Bye Bye WordPress

Die Technik geht immer weiter. WÀhrend ich die ersten BeitrÀge noch auf selbstgebastelten html-Seiten veröffentlicht habe, ging das Ganze nach der Umstellung auf WordPress im August 2007 wesentlich einfacher von der Hand. Schön eine Software zu haben, die einem alles wesentliche abseits des Artikelschreibens abnimmt.

Doch schon seit einiger Zeit stören mich einige Grenzen von WordPress. Leider bin ich technisch in der Hinsicht nicht versiert genug, WordPress entsprechend anzupassen. Also bin ich kurzerhand bzw. mittels einigen Aufwands auf Joomla umgestiegen; ein CMS, das zwar nicht direkt fĂŒr die Bloggerei vorgesehen ist, dafĂŒr aber etliche Vorteile richtigen Homepagedesigns bietet und sich auf eine Blogstruktur anpassen lĂ€sst.

In der nĂ€chsten Zeit werde ich noch etliche Anpassungen vornehmen mĂŒssen, damit auch alles wieder so funktioniert wie bisher. Die Grundinhalte konnte ich aber schon ĂŒbertragen. Problematischer wird es bei den Kommentaren, da ich die nicht einfach von Datenbank zu Datenbank ĂŒbernehmen kann. Mal sehen was ich mir da fĂŒr eine Lösung einfallen lassen respektive ergooglen kann. Verlieren möchte ich sie ja nicht; aber alle von Hand zu kopieren ist auch einige Arbeit…

Ich hoffe, das neue Design (wenn auch noch nicht vollends fertig gestellt) gefĂ€llt und alle Funktionen klappen wie gewĂŒnscht. Weitere Inhalte folgen dann wie gesagt nach und nach.

Nach rund eineinhalb Jahren und reichlich in mein „Theme“ gesteckter Arbeit (Anpassung, Übersetzung, Erweiterung)  bleibt mir somit nur noch zu sagen: Auf Wiedersehen WordPress und auf eine gute Zusammenarbeit mit Joomla.




drei null neun

Nach einem wieder ganz guten Februar bin ich motiviert und blogfreudig in den MĂ€rz gegangen. Eine Woche mit immerhin 43 Kilometern folgte ebenso wie zwei LĂ€ufe ĂŒber gut 17 km in Vorbereitung auf den Halbmarathon am Ende des Monats.

Statistik MĂ€rz 2009Leider lief es in der Folge dann nicht mehr so rund. Eine ominöse Verletzung am Fuß hielt mich in der zweiten MonatshĂ€lfte weitgehend vom Laufen ab. Das Ganze gipfelte dann im abgebrochenen Wettkampf. Übrig bleiben somit immerhin 106 Kilometern im MĂ€rz – wovon allerdings 73 bis zum 15. des Monats. Verletzungsfrei hĂ€tte es demnach endlich mal wieder ein richtig guter Monat werden können. Positiv bleibt stehen, dass ich zumindest wieder in der Form bin einen guten Monat machen zu können.

Jetzt heißt es den Fuß wieder in Ordnung kommen lassen. 100 km möchte ich auch im April wieder schaffen und Minimalziel des Jahres sollte wohl die 1000er Marke sein. Nach den letzten brauchbaren Wochen hatte ich mich endlich auf einen Schnitt gebracht, der dies machbar erscheinen ließ.




Erste Schritte (IV)

Manchmal trifft es einen schon ziemlich blöd: Da quĂ€lt man sich ĂŒber den Winter endlich wieder auf einen halbwegs akzeptablen Fitnessstand. Und wenn dann endlich richtig schönes FrĂŒhlingswetter da ist kann man wegen einer Verletzung nicht vernĂŒnftig laufen.
Gestern abend hielt ich es dann aber nicht mehr aus. Wenigstens eine kleine Testrunde in Sommerbekleidung (also oben kurz – unten kurz) und bei untergehender Sonne wollte ich hinter mich bringen. Es lief sich erwartungsgemĂ€ĂŸ unrund. Wie immer, wenn ich nicht regelmĂ€ĂŸige laufen gehe.

Etwas ĂŒber eine halbe Stunde wurde es am Ende. Auf dem letzten Kilometer auch wieder ein Stechen im Fuß – scheint also noch nicht so ganz wieder in Ordnung zu sein. Aber wenigstens habe ich mich bewegt und etwas vom schönen Wetter abbekommen.
Ich will nur hoffen, dass ich mich bald wieder dauerhaft schmerzfrei belasten kann, denn es stehen immer noch 21,1 km zu BewĂ€ltigung an. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben!