Archiv der Beiträge von Mai 2009

Mein persönliches Tief

Zugegebenerma√üen ein fehlzuinterpretierender Titel. Doch in diesem Fall meine ich das durchaus positiv: Ich beziehe mich n√§mlich auf das derzeitige Wetter. Das herannahende Tief brachte heute n√§mlich nicht nur sehr angenehme 14 ¬įC, einen bew√∂lkten Himmel und k√ľhlenden Wind, sondern damit auch gleichzeitig ideale Trainingsbedingungen f√ľr mich – jemanden, der bei der sommerlichen Hitze der letzten Tage sich nicht wirklich zum L√§ufer berufen f√ľhlt.

Im Ergebnis habe ich daher eine der besten Trainingseinheiten seit langem zu vermelden. Inspiriert von der erst vor zwei Tagen f√ľr mich erschlossenen Laufbahn ging es heute direkt wieder dorthin. Mein allgemein g√ľltiger Trainingsplan h√§tte gern mal wieder 7 x 600 m in je 3:00 min gesehen. Auf einer Bahn problemlos nachzuhalten. Und so machte ich mich auf zum √∂rtlichen Sportplatz.
Entspannte 19 Minuten f√ľr die drei Kilometer Anreise und dann los. Beim dritten Intervall hatte ich endlich einen guten Laufrhythmus gefunden, musste mich trotzdem eher bremsen, denn meist hatte ich die eineinhalb Runden schon nach 2:50 bis 2:55 min hinter mich gebracht. F√ľhlbare M√ľdigkeit kam auch erst beim letzten Durchgang auf.

Der R√ľckweg ging entsprechend locker dahin. Schlie√ülich hatte ich reichlich positives zum dar√ľber nachsinnen. Mit ein wenig mehr powern h√§tte ich die Intervalle auch in 2:45 machen k√∂nnen. Und das, obwohl ich mir im Vorfeld h√∂chstens drei bis vier Durchg√§nge √ľberhaupt zugetraut h√§tte. Schlie√ülich hatte ich erst zwei Tage alte Erfahrungen mit der Bahn im Hinterkopf. Allerdings war da das Wetter auch ein ganz anderes. Und das spielt bei mir immer eine gro√üe Rolle.

Unterwegs war ich – mitsamt der 200 m Pausen zwischendurch – knapp 12 km und rund 1:08:30 h. Eine Einheit, die ich mir in meinem derzeitigen Zustand ehrlich gesagt so nicht f√ľr m√∂glich gehalten h√§tte. Sch√∂n, wenn man ab und an auch mal wieder positive Erfahrungen sammelt.




Die Bahn kommt

In den letzten zwei Wochen war mal wieder richtig viel los – mit der Folge, dass ich wie so oft schon dieses Jahr wieder nicht meinem Trainingsplan folgen konnte wie ich es gern getan h√§tte. Der Vatertag bot dann aber mal wieder etwas Zeit. Genutzt habe ich sie, um u.a. mit meiner Liebsten beim ‚NRZ-Wandertag‘ mitzumachen. 20 km durch landschaftlich recht ansprechende Umgebung zu tigern ist immerhin eine M√∂glichkeit sich wieder zu bewegen.

Doch so richtig Sport war erst am Wochenende wieder dran. Am Samstag die gewohnte 10 km Runde in 58:40. Die Beine uneingelaufen und m√ľde – warum auch immer. Immerhin kann ich unter den Umst√§nden mit der Zeit zufrieden sein. Es herrschten immerhin rund 25 ¬įC; gelaufen bin ich mittags um zwei in der prallen Sonne. Nicht unbeding mein Wetter also.

Erwähnenswert bleibt, dass ich nun endlich einen Sportplatz hier in der Umgebung ausgemacht hab (unglaublich, dass ich den vorher noch nicht entdeckt hab). Auf jeden Fall gibt es eine schöne 400 m Bahn in nur rund drei Kilometern Entfernung vom heimischen Herd.
Den Anfang habe ich dann am Sonntag Abend mit 3 x 400 m gemacht. Die Zeiten: 1:40, 1:50, 2:00 min. Stimmt, ist nicht gerade schnell (selbst wenn man das hitzige Wetter ber√ľcksichtigt). Zum Vergleich: In dem Tempo bin ich ‚fr√ľher‘ 2000er Intervalle gerannt.
Im Ergebnis liegt da also noch einiges vor mir um auch nur ann√§hernd wieder an Zeiten von 2008 ankn√ľpfen zu k√∂nnen. Und vor allem fehlt mir so unglaublich viel Zeit…




Stöckchen

Dieser Beitrag hat – dem Titel zum Trotz – ausnahmsweise mal nichts mit den nordic-walkenden Mitmenschen zu tun;-) Vielmehr habe ich bei Hannes ein St√∂ckchen gefunden und mich einfach mal entschieden es weiterzuf√ľhren – wenn auch ich niemandem damit auf den Geist gehen und zumailen will. Es dient also ausschlie√ülich meiner Bloglust und Selbstreflektion.

Welches Parfum nutzt du zur Zeit?
Davidoff Cool Water Deep

Song des Tages?
Green Day – Boulevard Of Broken Dreams

Was ist dein Lieblingsfilm?
Gone In 60 Seconds

Was ist dein Highlight des Tages?
Weiß ich noch nicht.

Was willst du unbedingt lernen?
Zeichnen

Was hast du zuletzt gekauft?
Brötchen

Was ist dein Lieblingswetter?
Fr√ľhling, 12 Grad, Sonne

Was ist momentan dein wichtigstes Ziel?
Alle Ziele unter einen Hut zu bekommen

Was denkst du √ľber die Person, die dich getaggt hat?
Zielstrebig und diszipliniert geht sie ihren Weg.
Stöckchen selbst aufgenommen

Wenn du ein komplett eingerichtetes Haus irgendwo in der Welt bezahlt bekommen w√ľrdest, wo w√ľrdest du es hinhaben wollen?
Butjadingen, irgendwo direkt hinterm Deich, damit mich nur ein paar Meter vom Meer trennen.

Was w√ľrdest du, wenn du k√∂nntest, an dir √§ndern?
Ich komm‘ ganz gut mit mir aus.

Wenn du f√ľr die n√§chsten Stunden irgendwo auf der Welt sein k√∂nntest, wo w√§rst du gerne?
Australien, mit Blick auf den Ayers Rock.

Was ist dir an Freunden wichtig?
Dass jedes Wiedersehen so ist, als hätte es keine Zeit dazwischen gegeben.

Wen w√ľrdest du gerne mal treffen?
Niemanden spezielles

Was ist dein Lieblingsst√ľck in deinem Kleiderschrank?
Ein ganz alter grauer Pullover f√ľr schlechte Zeiten.

Was ist dein Traumjob?
Meiner.

Welche sind deine Lieblingsbands?
Die Fantastischen Vier.

Drei Dinge, die dir ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern?
Meine Liebste; Wenn ich jemanden positiv √ľberraschen kann; Wenn ich schaffe, was ich mir vornehme.

Was ist deine Lieblingsgroßstadt?
Das Ruhrgebiet als Großgroßstadt reicht mir völlig aus.

Was ist zur Zeit dein Lieblingslied?
Depeche Mode – Wrong (der Beat treibt an)

Was ist deine Lieblingsserie?
Wie heißt die beste Heimwerkersendung der Welt?

Was ist dein Lieblingsbuch?
Der Marktmacher (Michael Ridpath)

Dein Mittagessen?
Heute? Wahrscheinlich nix.

Wann hast du heute Feierabend?
Das weiß ich noch nicht.

Welche Farbe hat die Bettwäsche, die grad aufgezogen ist?
Irgendwas mit blau.

Welche Tintenfarbe hat dein Lieblingsstift?
schwarz

Was w√ľrdest du mit 5000‚ā¨ machen?
Ausgeben.

Bist du eher der Typ, der sich nie an seine Träume erinnert, oder der, der sehr intensiv träumt?
Morgens ist alles weg – meistens.

W√ľrdest du etwas in deiner Vergangenheit √§ndern, wenn du die Macht und M√∂glichkeit h√§ttest?
„Es w√§re nichts so wie es ist w√§re es damals nicht gewesen wie es war“ (Cora E.)

Freiheit ist f√ľr mich …
Soweit laufen zu k√∂nnen, dass der Blick zur√ľck Angst macht.

(neu) Dieses Jahr freue ich mich besonders auf…
Die Fantastischen Vier – Heimspiel




vier null neun

Der April ist vorbei. Zeit, das ganze mal wieder grafisch aufzubereiten und kurz zu betrachten. Auf den ersten Blick scheint der Monat ja einigerma√üen gut gelaufen zu sein, immerhin konnte ich die Laufleistung vom Vormonat √ľberbieten – wenn auch nur minimal und somit wohl eher von gleichbleibender Leistung geredet werden kann.
Dennoch, der April war psychologisch sehr wertvoll. Nach zehn Monaten habe ich es zum ersten mal wieder geschafft die Distanz eines Halbmarathons hinter mich zu bringen. Gek√§mpft habe ich darum fast so hart wie im letzten Jahr auf den letzten Kilometern des Marathons. Umso gl√ľcklicher bin ich dar√ľber durchgehalten zu haben.

Fortschritte lassen sich beim Laufen leider nicht besonders gut mit Hauruck-Aktionen erzielen. Vielmehr erreicht man durch konsequentes Durchhalten eines regelm√§√üigen Rhythmus an L√§ufen jede Woche. Dass ich das im April mal wieder nicht geschafft hab lag zun√§chst an den Nachwehen der Fu√üverletzung. Zum Schluss jedoch eher am gut gef√ľllten Kalender und dann doch ein wenig fehlendem Willen sich abends sp√§t noch auf die Stra√üe zu begeben.

Ein Drittel des gesamten Monats auf den letzten drei Tagen noch abzuleisten spricht zwar f√ľr das Bem√ľhen um eine vern√ľnftige Leistungserbringung, aber gegen brauchbare Trainingsergebnisse. 30 bis 40 Kilometer mehr w√§ren im April locker drin gewesen. Dies m√∂chte ich mir als Ziel f√ľr den Mai setzen: Keine Nullwochen mehr und zwei lange L√§ufe (nach meiner Definition alles von mehr als 20 km) sollen es werden.

Aber dar√ľber zu schreiben ist einfach. Entscheiden wird es sich letztlich doch wieder wenn sich die Frage stellt ob ich mir abends noch die Laufschuhe anziehe oder nicht.




Philosophie

H√§tte ich einen Trainer was das Laufen anginge, h√§tte dieser wahrscheinlich auch irgendeine Philosophie derer er bei der Gestaltung seiner Trainingseinheiten folgt, wie zum Beispiel jeden L√§ufer jeden Monat ein bisschen besser zu machen ūüėČ
Im April h√§tte es dann den Eindruck geben k√∂nnen, mein Trainer w√ľrde mich nicht mehr erreichen und ansprechen k√∂nnen: Zu wenig L√§ufe, viel zu wenig Kilometer um dem Anspruch der erkl√§rten Philosophie gerecht zu werden. Wahrscheinlich h√§tte ich diesen Trainer letztes Wochenende entlassen…

Zum Gl√ľck sind wir Normalos aber ein wenig anders gestrickt. So habe ich nat√ľrlich keinen pers√∂nlichen Trainer und wei√ü auch ganz genau, dass schlechte Leistungen ausschlie√ülich an mir selbst liegen. Dennoch sollte der April schon etwas mehr bringen als der M√§rz; eine Woche mit nur sechs verletzungsgequ√§lten Kilometern am Anfang und einer Woche des kompletten Aussetzens am Ende zum Trotz.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg*: Am Dienstag endlich wieder eine vern√ľnftige Einheit absolviert; am Mittwoch mit schon m√ľden Beinen noch mal eins drauf gelegt und immerhin 11,9 km getrabt. Die alles-oder-nichts-Frage war nur, ob ich auch noch einen dritten Tag in Folge durchhalten k√∂nnte. Und da bin ich jungsm√§√üig einfach zu stolz um aufgeben zu k√∂nnen.
Gestern daher also nochmal 10 km bei einigerma√üen k√ľhlen aber feuchten Wetter. Jede Menge Insekten in der Luft und die Beine schwer wie lange nicht mehr. Verbessern kann man sich aber nur, indem man Sachen macht, die einem nicht leicht fallen – und so habe ich dann doch durchgezogen.

31,9 km in drei Tagen Рeine Leistung, die mir vor einem Jahr ein Schulterzucken entlockt hätte. Nun ist es ein Steigerung auf die ich ein klein wenig stolz bin. Im Ergebnis habe ich nämlich mit 106,6 km meine Monatsleistung im Vergleich zum März um 400 m gesteigert. Nur gut, dass ich mich als Trainer nicht vorzeitig gefeuert habe.