Archiv der Beiträge von Juni 2009

Dumm gelaufen (II)

Ein kleiner Fehler kann schlimme Folgen haben: Beim letzten Lauf am Sonntag verga√ü ich mir geeignete Socken f√ľrs Laufen anzuziehen. In der Folge habe ich mir meine Achillessehne blutig gelaufen – und das Ganze nat√ľrlich erst gemerkt als es schon zu sp√§t war. Sehr unangenehm.
Das einzig Positive ist, dass ich in der letzten Woche (auch dank meines aufopferungsvollen Laufs in der Fr√ľh) endlich mal wieder 20+ km geschafft habe. Ob ich es hinbekomme, bis zum Ende des Monats noch 50 km draufzulegen um die erste Jahresh√§lfte mit 500 zu beenden?




Nicht mein Ding

Ich bin ein Abendl√§ufer. Im Grunde ist das gar nichts Schlimmes. Ich bin nur einfach morgens noch nicht besonders gut aufgelegt und schon gar nicht f√ľr ausufernde sportliche Aktivit√§ten. Wenn man ansonsten aber doch wieder zu nichts kommt, bleiben zwei M√∂glichkeiten: Den Tag ad acta legen (zumindest was das Laufen angeht) oder sich aufraffen eine Qu√§leinheit am fr√ľhen Morgen zu absolvieren.

Auch wenn es hei√üt der fr√ľhe Vogel w√ľrde den Wurm fangen* – √ľber das Ergebnis des Ganzen m√∂chte ich mal den Mantel des Schweigens h√ľllen, denn aus Leistungssicht war der Lauf unterirdisch… Nur so viel sei gesagt: Frische Luft am Morgen ist etwas sehr Angenehmes und das gute Gewissen, dass man so fr√ľh schon etwas f√ľr die Gesundheit getan hat ist fast die M√ľhe wert (wobei eher mit der Betonung auf fast)

Besser ist es da doch am Sonnag gewesen, als ich bei k√ľhlem und regnerischem Wetter unterwegs war. W√§hrend des Laufs nahm der Regen immer mehr zu und damit auch meine Frische und mein Tempo. Ohne mich allzu gro√ü herauszufordern hatte ich am Ende 10 km in 54:37 min weg; dabei dei zweite H√§lfte jedoch noch deutlich schneller als die erste in nur 26 Minuten.

Gut zu wissen, dass da tempomäßig wieder etwas Bewegung in die Sache kommt Рdie verschiedenen schnelleren Einheiten scheinen sich gelohnt zu haben bzw. immer noch zu lohnen. Aber das muss ja auch so sein. Immerhin steht im August eine Zeit von 50:44 min auf 10 km an unterboten zu werden.




Läuferstöckchen

Hannes hat mal wieder ein unaufdringliches Stöckchen bei sich liegen. Da spiele ich doch gern den braven Hund und hole es mir.

Gibt es einen Sportler der dir imponiert? Wer ist es und warum imponiert er oder sie dir?

Eigentlich niemand bestimmtes. Aber wenn man sieht, wie viele Hobbysportler kämpfen um sich immer wieder selbst zu zeigen was sie können, das beeindruckt schon.

Hast du eine Lieblingslaufstrecke? Wo läufst oder trainierst du am liebsten?

Ein kleines Feld in der Nähe der Uni Dortmund. 1,3 km die ich auf dem Weg zu meinem Marathon dutzende Male, immer und immer wieder gelaufen bin. Eine kleine Runde, aber dort habe ich mir meinen Marathon erarbeitet.

Hast du einen Lieblingswettkampf? Wenn ja welcher ist es?

Die Winterlaufserie in Duisburg: 10, km , 15 km und Halbmarathon. 2008 und 2009 lief bei jedem Lauf etwas schief. Diesen Fluch werde ich irgendwann noch brechen!

Beschreibe dein schönstes oder bestes Lauferlebnis

Als sich auf den letzten paar Hundert Metern des Marathons das Gef√ľhl eingestellt hat „du wirst nicht mehr scheitern“ – das war unbeschreiblich.
Sehr stolz hat mich aber auch gemacht, mich mit meinem besten Freund, Wasserträger und Mitläufer in Duisburg durch die Strecke zu kämpfen und gemeinsam ins Ziel einzulaufen.

Beschreibe dein schlimmstes oder schlechtestes Lauferlebnis

Den Halbmarathon in Duisburg vor einigen Wochen abbrechen zu m√ľssen war hart.

H√§ttest du beim Start in dein L√§uferleben r√ľckblickend gerne etwas anders gemacht? Wenn ja, was?

Ich h√§tte mir vielleicht eher ein ernsthaftes Laufen zutrauen k√∂nnen und nicht erst zum Ende der Unizeit mit geordnetem Training beginnen sollen, aber ansonsten bin ich eigentlich gl√ľcklich mit dem was ich gemacht habe.

Warum hast du mit dem Laufen begonnen?

Laufen entspannt und l√§sst sich immer und √ľberall aus√ľben.

Was war dein größter Erfolg?

Da gibts nicht viel Auswahl: Das war wohl mein Marathonlauf.

Wie lautet dein bester Tipp f√ľr andere L√§ufer?

Tipps sollten Leute geben, die Ahnung von dem haben was sie tun.

Hast du einen Lieblingsspruch oder ein Lieblingszitat zum Thema Laufen? Wie lautet er oder es?

Nimm niemals eine Abk√ľrzung!

Wenn du Musik beim Laufen hörst, welche ist es?

Wenn √ľberhaupt, gibts beim Laufen H√∂rb√ľcher. Musik bringt meine Atmung durcheinander.

Mit wem w√ľrdest du gerne mal eine Runde laufen?

Mit Joschka Fischer.

Auf welchen Teil deiner Laufausr√ľstung kannst du auf keinen Fall verzichten?

Meine Laufschuhe werden wohl das wichtigste sein.

Hat das Laufen etwas in deinem Leben ver√§ndert? Welche Ver√§nderung war f√ľr dich die gr√∂√üte?

Es hat mich geduldiger gemacht.

Wie beantwortest du die Frage „Ist das nicht langweilig“?

√Ąh… n√∂!




f√ľnf null neun

Und wieder ist ein Monat rum. Dieses mal der Mai und obwohl ich den halben Monat mal wieder nicht zum Laufen gekommen und ich keine 60 km geschafft habe, f√ľhlt es sich dennoch bei weiten nicht nach einem derartigen R√ľckschritt an. Ich bin so etwas wie die Wirtschaftskrise: Nach einem schnellen Verfall hat sich mein Zustand auf einem eher j√§mmerlichen Niveau stabilisiert.

H√§tte ich im Mai die Zeit zum Trainieren gehabt, wie ich es mir gew√ľnscht h√§tte, w√§re ich an einem Versuch √ľber die 25 km nicht vorbeigekommen. Der letzte „lange“ Lauf ist nun aber schon wieder viele Wochen her. Leider l√§sst sich abends nicht immer die Zeit finden noch ein anstrengendes Training zu absolvieren.
Nach mehreren kl√§glich gescheiterten Versuchen habe ich das Thema „morgens laufen“ auch zu den Akten gelegt. Das ist √ľberhaupt nicht mein Ding. Zudem nutze ich die Zeit des Laufens gerne um den Geist zu entspannen – morgens bin ich in dem Bereich noch einigerma√üen fit. So w√ľrde mir der wesentliche Grund f√ľrs Laufen dann ohnehin fehlen.

Ist das eine Entschuldigung f√ľr nicht einmal 60 km in einem ganzen Monat? F√ľr jemanden, der mal weit √ľber 200 km monatlich zur√ľckgelegt hat? Nicht wirklich. Das macht die ganze Sache auch immer wieder so deprimierend.

Warum ich dennoch einigerma√üen zufrieden aus dem Mai gehe ist die Tatsache, dass bei den zuletzt durchgef√ľhrten Tempoeinheiten ich erstens eine Leistung erbracht hatte, die ich mir nicht zugetraut h√§tte und zum zweiten, dass ich √ľberhaupt mal wieder fordernde Trainingseinheiten absolviert habe – und nicht immer nur das allt√§gliche langsame Runden drehen.
Abgesehen davon hat ein etwas kontrollierteres Essen mich Рohne dass es anstrengend gewesen wäre Рknapp zwei Kilogramm Lebendmasse gekostet. Ein erster Schritt wieder zu gewohnt sportlicher Figur. Schließlich macht es sich durchaus bemerkbar ob man zehn Kilo mehr oder weniger bei jedem Schritt bewegen muss oder nicht.