Archiv der Beiträge von Januar 2010

Wintersonne

WintersonneGestern war ├ťberwindung n├Âtig, um sich dem Laufen ergeben zu k├Ânnen. In der Nacht hatte es jedoch wieder ein paar Zentimeter Neuschnee gegeben und die Sonne begleitete einen Vorzeige-Wintertag. Der Lauf gestern war anstrengend genug gewesen, sich heute in den Muskeln bemerkbar zu machen, also sollte heute eine ├Ąhnliche Runde von ca. einer Stunde gen├╝gen.

Im Gegensatz zur gestrigen Einheit hatte ich mich heute in deutlich weniger Kleidung eingewickelt, sogar die kurze Hose habe ich wieder ausgepackt, wenn dies anscheinend auch nur auf begrenztes Verst├Ąndnis der mir begegnenden Fu├čg├Ąnger stie├č. Unglaublich welche innere W├Ąrme sich durch einen ├Ąu├čeren Einfluss wie z. B. Sonnenschein erreichen l├Ąsst. Da kann ich es mir verzeihen, dass ich bei dem Wetter kaum in der Lage bin in die N├Ąhe einer 6er Kilometerzeit zu kommen. Immerhin lie├čen sich heute unterwegs tolle Fotos machen. Endlich wieder etwas Sehenswertes vor der Kamera – und nicht nur unansehnliches Grau.




Da muss man durch

Ein Wetter wie heute reizt mit absolut gar nichts. Den Tag ├╝ber hat es mehr oder minder leicht geschneit. Jedoch kein Pulverschnee, bei dem das L├Ąuferherz sich freut und man sofort seine Abdr├╝cke im frischen Wei├č hinterlassen will. Stattdessen richtig nasser Schnee, der bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt herum weder liegen bleiben noch schmelzen m├Âchte. Die Folge ist verw├Ąsserter Schneematsch der an zusammengewehten Stellen auch gerne die Laufschuhe komplett in sich versinken l├Ąsst. Es ist nicht kalt – es ist nicht warm. Es ist feucht, doch man wird nicht richtig nass. Die Sonne geht noch nicht unter, aber die Umgebung ist dennoch in solch durchgehendes Grau getaucht, dass man meinen m├Âchte, so h├Ątte das Leben vor der Erfindung des Farbfernsehens ausgesehen.

Grau in grauAlles in allem ein Tag, bei dem man lieber┬á zu Hause im Warmen sitzt als freiwillig vor die T├╝re zu gehen. Doch gestern bin ich faul gewesen. Das Wochenende naht und ich hatte mir vorgenommen heute m├╝sse eine Laufrunde drin sein, sonst w├Ąre die Woche wieder verloren. Dies ist auf jeden Fall ein Tag, an dem ich froh bin, dass es H├Ârb├╝cher gibt. Einfach den Kopf abschalten und sich berieseln lassen, w├Ąhrend man mit gesenktem Kopf das Wetter ignorierend langsam vor sich hin l├Ąuft. Motivation ist es heute nicht, die mich antreibt. Vielmehr ist es allerdings die Wirkung des Laufens selbst; das mit sich allein sein.

Auf einmal bin ich wieder zur├╝ck. Eine Stunde ist vergangen ohne dass ich sie bewusst wahrgenommen habe. Eine Stunde, in der ich aus meinem Alltagsgedanken raus bin und einfach der Erz├Ąhlung eines anderen gefolgt bin. Ist diese Stunde nun verloren, weil ich sie gar nicht wirklich gelebt habe? Oder ist es vielmehr ein Gewinn, weil ich endlich wieder laufen kann ohne mir ├╝ber das Laufen Gedanken machen zu m├╝ssen? Ich denke, es ist eher letzteres. Doch genug der tiefgehenden Gedanken f├╝r den heutigen Tag (muss wohl wirklich an diesem miesen Wetter liegen). Jetzt geht es erst einmal ins Wochenende.




Des Winters zweiter Fr├╝hling

Die letzten SonnenstrahlenNun hatte ich mich zuletzt noch gefreut, dass zum einen der Schnee wieder geschmolzen war und zum anderen ich dadurch wieder vern├╝nftig und sicheren Fu├čes laufen konnte, da f├Ąngt es auch schon wieder an zu scheien. Zuerst ein deutlicher Abfall der Temperatur, dann gestern vormittag durchgehender Schneefall. Das eigentliche Problem dabei ist nur, dass die Sonne tags├╝ber antauende Wirkung zeigt, w├Ąhrend sich nachts dann eine spiegelnde Eisfl├Ąche bildet.
Heute gab es daher nur noch drei Zust├Ąnde auf den Wegen: Komplett frei (weil fr├╝h genug ger├Ąumt), unber├╝hrter Schnee sowie glatte Eisbahnen. Durch die vielen Fu├čg├Ąnger waren die Wege im Wald meist zu letzterem geworden. Jeder Schritt verhie├č die Unsicherheit beim Aufsetzen die Kontrolle komplett zu verlieren.

Dies war dann mit ein Grund, warum ich mich bei der heutigen Runde auf eine Dreiviertelstunde beschr├Ąnkte. Die Luft zwar klar, kalt und angenehm, doch mit untergehender Sonne musste es nicht mehr sein. Morgen ist auch noch ein Tag. Immerhin habe ich mein Ziel f├╝r diese Woche erreicht, sp├Ątestens am Dienstag – also heute – die erste Laufrunde einzulegen. Mit der kurzen Distanz heute gebe ich meinem Fu├č auch genug Gelegenheit sich von der ungewohnt hohen Belastung der letzten Wochen etwas zu erholen. Lieber drei kleine Runden als eine gro├če, bei der ich mir zu viel zumute.




Wochenoptimierung

In der letzten Woche habe ich es zweimal auf die Stra├če geschafft um meine liebgewonnenen und l├Ąnger werdenden Runden zu drehen. Fakt ist: Dies ist einmal zu wenig. Ich bin mir schon bewusst, dass ich im Augenblick nicht das Umfeld habe, vier oder f├╝nf mal in der Woche laufen gehen zu k├Ânnen, doch dreimal ist mit Sicherheit drin. Vor allem, wenn es eher die mangelhafte Vorbereitung ist, die einen aufh├Ąlt. Hier mal die Zusammenfassung der letzten Woche:

  • Montag: Keine Zeit
  • Dienstag: Keine Zeit
  • Mittwoch: Z├╝gige Runde von 11,3 km
  • Donnerstag: Muskelkater
  • Freitag: Keine Lust bei miesem Wetter
  • Samstag: Zu viel zugemutet mit knapp 15 km
  • Sonntag: Muskelkater und Schmerzen im Fu├č

Mir fallen da spontan zwei Sachen auf: Ersten ist mir der Umfang der L├Ąufe im Augenblick ein wenig zu hoch, vor allem bei so wenig Einheiten insgesamt. Zum Zweiten: Wer erst am Mittwoch mit der Woche startet, wird wohl zwangsl├Ąufig Probleme haben, gen├╝gend L├Ąufe unterbringen zu k├Ânnen.

Hier also mein Masterplan: Sp├Ątestens am Dienstag muss der erste Lauf der Woche erfolgen. Au├čerdem sollte ich nicht jeden Lauf bis ans Maximum gehen. Ich wei├č, dass es nichts bringt, aber trotzdem kommt immer der Gedanke auf: Wenn man schon mal drau├čen ist muss man auch alles geben.

Diese Woche werde ich also mal ruhig angehen lassen, mein vorgegebenes Minimum von 20 km werde ich wohl dennoch problemlos machen k├Ânnen. Immerhin w├Ąre es total bl├Âde, sich zu diesem Zeitpunkt zu ├╝bernehmen – zwei Wochen, bevor ich mal wieder offiziell starten will…




R├╝ckschritt zum Fortschritt und Fortschritt

Zugegebenerma├čen eine etwas merkw├╝rdige ├ťberschrift. Doch sie betrifft im Grunde zwei Gegebenheiten: Zum einen erstrahlt dieses Blog nun wieder in alt hergebrachter Weise. Nach einigen ziemlich missgl├╝ckten Installationsversuchen diverser Plugins f├╝r Joomla sowie einem ebenso fehlgeschlagenen Versuch die Software zumindest f├╝rs Erste wieder in Rohform ans Laufen zu bringen habe ich die Notbremse gezogen und erst einmal wieder zur├╝ck auf WordPress umgeschwenkt. Von daher kommt der R├╝ckschritt, den ich mit der ├ťberschrift angek├╝ndigt habe. Ich bin halt quengelig und mag es gar nicht, wenn die Sachen nicht funktionieren, wie ich es will.
Dass mir das im Gegenzug allerdings auch wieder einen Fortschritt gebracht hat, erkennt man weiter unten: WordPress kann zwar eigentlich nicht viel, doch Plugins ans Werkeln zu bringen klappt in aller Regel problemlos. So habe ich nun zumindest hier eine erste M├Âglichkeit, meine Strecken ├╝ber google maps einzubinden.

Den eigentlich bekundeten Fortschritt brachte mir jedoch der heutige Lauf. Ich war ausnahmsweis mal etwas fr├╝her dran, hatte also noch die Gelegenheit ein wenig Tageslicht abzubekommen. Im Vorfeld hatte ich ├╝berlegt, den ein oder anderen z├╝gigen Kilometern einzustreuen, um zu testen, ob ich nach all der Langsamlauferei im Schnee zumindest noch ein halbwegs ertr├Ągliches ‚Renntempo‘ anschlagen kann. Die ersten zwei Kilometer pl├Ątscherten nun mit knapp ├╝ber 6:00 min/km dahin, dann hie├č es ein wenig den Schritt beschleunigen. Problemlos gelaufen zeigte mir die Uhr am Ende des dritten Kilometers 5:40 min an. Hoch erfreut, wie locker es sich auf dem schneefreien Boden lief, verlangsamte ich mein Tempo und hatte vor, den Rest der heutigen Runde entspannt vor mich hin zu trotten; die Pflichtveranstaltung hatte ich ja hinter mich gebracht. Merkw├╝rdigerweise hatte ich die n├Ąchsten 1000 m in 5:45 min hinter mich gebracht. Dabei lief ich doch eigentlich langsam, oder nicht?

An dieser Stelle muss ich erw├Ąhnen, dass mir vor meinem Lauf meine Urkunde der letztj├Ąhrigen Winterlaufserie in Duisburg in die H├Ąnde gefallen war. Auf dieser war mein unmissverst├Ąndliches Ziel f├╝r die diesj├Ąhrige Ausgabe abgedruckt: 10 km in einer Zeit unter den 57:40 min von 2009. W├Ąhrend ich so „locker“ in meinen 5:45 dahinlief kam mir der Gedanke, das Ganze etwas zu forcieren. Ich bereitete mich auf einen l├Ąngeren Tempoeinsatz vor – andere Schrittl├Ąnge und den ganzen Kram – und lief weiter. 5:41 – 5:39 – 5:25 – 5:23 – ich wurde immer schneller. Irgendwann packt einen dann nat├╝rlich der Ehrgeiz. Kilometer Nr. 10 beendete ich in endspurtartigen 5:06 min.

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Die Zwischenzeiten fix addiert komme ich – trotz der ruhig einlaufenden ersten zwei Kilometer – so auf eine Zeit von 56:22 min nach zehn Kilometern. Es folgte noch ein wenig Auslaufen, doch das muss einem ja nicht den Schnitt versauen. Wo stehe ich jetzt? Auf jeden Fall besser da, als noch heute morgen und anscheinend auch ein ganzes St├╝ck weiter vorn als vor einem Jahr um diese Zeit. Damals hatte ich mich gerade so „in Form“ gebracht als ich zum Wettkampf ├╝ber die zehn Kilometer antreten musste. Jetzt habe ich die Zeit geschlagen, obwohl ich vor zwei Tagen noch einen knappen Halbmarathon gelaufen bin.

Ich bin sicherlich noch weit von fr├╝heren Glanzmomenten entfernt, zu weit um mir meine damalige Verfassung ├╝berhaupt noch richtig vor Augen f├╝hren zu k├Ânnen, doch im Augenblick scheine ich auf einem guten Weg zu sein. Ich f├╝hle mich gut und finde (teu teu teu) Zeit und Gelegenheti zum laufen. Es entspannt, fordert, motiviert, beruhigt. Vor allem ist mir das Laufen wieder wichtig. Und so schlie├če ich f├╝r heute mit dem etwas spirituell angehauchten Hoffen nach lang anhaltender Fortf├╝hrung der derzeitigen Entwicklung.




Immer weiter

Genau zwei Wochen ist es her, dass ich einen f├╝r mich etwas ├╝berraschenden Lauf von ├╝ber 15 Kilometern geschafft hatte. Nach dem Schneegest├Âber am letzten Wochenende bot sich daher erst jetzt wieder die Gelegenheit zu ├╝berp├╝fen, ob es m├Âglich ist, dass dies nicht ein einzigartiges Erlebnise war.

Von Wetter wurde ich dabei weitgehend unterst├╝tzt: 3 ┬░C und leichter, wenn auch durchg├Ąngiger Regen. Ideal um sich zu zeigen, dass man ein harter Kerl ist aber gleichzeitig freundlich genug, um Laufen nicht in ein Leiden zu verwandeln. Dennoch verleiteten mich diese ungewohnt hohen Temperaturen zu der v├Âlligen Fehleinsch├Ątzung, der Schnee sei nun weitgehend geschmolzen und ein Umstieg auf „normale“ Laufschuhe nach den Wochen der Trailschuhe w├Ąre kein Problem. Mitnichten! Der Schnee auf den Waldwegen war in den letzten Tagen zwar reichlich angeschmolzen, hatte sich dabei jedoch zu teils mehrere Zentimeter hoch stehender, w├Ąssrigen Schneematsche verwandelt. Mit der Folge, dass mir schon nach ein paar Minuten das Wasser hoch in den Schuhen stand. Meine Bewegungen erinnerten teilweise wohl eher an ein Stapfen als an einen fl├╝ssigen Laufschritt.

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Kaltstart

Ich bin f├╝r gew├Âhnlich ja eher ein Abendl├Ąufer. Wenn das eigentliche Tagwerk erledigt ist sich in entspannter Weise noch eine Runde durch den Wald zu bewegen ist eine wundervolle Sache. Sollte man gerade aber von akuter Lauflust gepackt sein, die Abende jedoch aller Erwartung nach keine Gelegenheit zur sportlichen Bet├Ątigung bieten, bleibt nur das unbefriedigende Pausieren oder aber die Selbst├╝berwindung zur morgendlichen Laufrunde.
Ich muss gestehen, mir ist es sowohl gestern als auch heute sehr schwer gefallen mich entsprechend fr├╝her aus den Federn zu erheben. Zu gro├č ist doch meist der innere Widerstand. Umso erfreulicher, dass ich mich an beiden Tagen selbst bezwingen konnte. Denn im Nachgang muss ich gestehen: Es hat sich gelohnt!

Vor Sonnenaufgang, noch in den Resten der n├Ąchtlichen Dunkelheit f├╝hlt sich die Umgebung irgendwie friedlicher an als im Verlauf des Tages. Durch den – trotz einsetzenden Tauwetters noch reichlich ausliegenden – Schnee wirkt der Morgen auch bei weitem nicht so dunkel auf einen, wie es sonst der Fall ist. Au├čer einigen Kanninchen begegnet man abseits der Stra├čen um diese Uhrzeit noch niemandem. Nachdem ich meinen Laufrhythmus so gut es ging gefunden hatte, lief es sich entspannt daher. Schade nur, dass diese innere Ruhe, welche man durch das Laufen gewinnt, den Alltag meist nicht lange ├╝bersteht.

Zumindest reicht meine morgendliche Leistungsf├Ąhigkeit zu jeweils einer dreiviertel Stunde langsamen Dahintrottens. Das ist nicht viel, doch f├╝r mich reichlich. Zumal ich vor wenigen Wochen noch in einem meiner ewigen Tiefpunkte Probleme damit hatte, ├╝berhaupt einen solche Laufrunde zu ├╝bestehen. Von zielgerichtetem Training, dass ich zeitweilig verfolgt habe, bin ich im Augenblick noch weit entfernt. Doch ich freue mich, dass mir Laufen Spa├č macht und sich die Kilometer ganz langsam ansammeln. Es geht etwas aufw├Ąrts – und das ist schon mal die richtige Richtung.




Was mache ich hier eigentlich?

Diese Frage besch├Ąftigte mich mehrfach w├Ąhrend meines heutigen Laufs. Dass „Daisy“ auch uns Ruhrgebietler mit einigen Zentimetern neuem Pulverschnee seit der letzten Nacht begl├╝ckt, damit kann ich noch umgehen. Aber was erweckt bitte sch├Ân dieses merkw├╝rdige Verlangen in mir, dann unbedingt eine Runde laufen zu wollen. Schnee gab es w├Ąhrend der letzten zwei Wochen genug, da muss es doch nicht sein, wenn einem die Schneeflocken auch noch reichlich streng um die Nase gepustet werden…

Am Ende war ich ganz froh, nach rund 11 Kilometern wieder in den eigenen vier – und vor allem warmen – W├Ąnden angekommen zu sein. Aufgrund teilweise sehr heftigen Gegenwindes hatten meine Schritte oftmals mehr von Stolpern als von Laufen. Um ein Beispiel f├╝r die Bedingungen heute zu nennen: Ich habe mich zwei Runden um die kleine Halde am nahen Wald gewagt. Als ich die zweite Runde startete h├Ątte ich eigentlich erwartet, meine Fu├čabdr├╝cke wieder zu finden. Doch Fehlanzeige: In den gut zwanzig Minuten waren jegliche Spuren menschlicher Aktivit├Ąt ausgel├Âscht worden, der ganze Weg war wieder glatt als w├Ąre an diesem Tag noch niemand hier entlang gekommen. Ich wei├č nicht warum, doch ich w├╝rde mich freuen auch morgen noch einmal eine solche Runde zu laufen.




Ins Dunkel

Die letzten L├Ąufe hatte ich stets tags├╝ber absolviert. Zur├╝ck im Alltag kann man daher schon mal vergessen, dass es zu dieser Winterzeit relativ fr├╝h dunkel wird. Durch die wei├č verschneiten Wege wirkt es nur etwas heller. Also war ich mit den Resten des Tageslichts aus dem Haus, schnell hatte mich jedoch die Dunkelheit erreicht. Weit ab von zu Hause und selbstverst├Ąndlich hatte ich auch meine Lampe oder sonstiges „Nachtequipment“ nicht mit dabei. Gut, dass ich den Weg mittlerweile praktisch blind laufen kann, so musste ich nur den Schemen des wei├čen Wegbandes zwischen dem Dunkel des Waldes folgen.
Erstaunlich wie einen diese Umst├Ąnde dazu verleiten, dass Lauftempo unbemerkt zu erh├Âhen; auf der zweiten H├Ąlfte des Laufs lagen meine Zeiten auf einmal knapp drei├čig Sekunden unter denen des Hinwegs. Dennoch: In Zukunft erscheint es mir allerdings etwas sicherer mich wieder den Bedingungen entsprechend zu einem Lauf auszur├╝sten. Sehen und gesehen werden darf man nie untersch├Ątzen!




Lange unterwegs

Was f├╝r ein Start in das neue Jahr! Zuerst schaffe ich es an Silvester tats├Ąchlich eine Zehnerrunde zu laufen und dann raff‘ ich mich direkt an Neujahr noch einmal auf – wenn auch nur f├╝r 9 km. Aber immerhin. Vor allem, da es in der Silvesternacht angefangen hatte zu schneien und die Wege entsprechend eingewei├čt gewesen sind.
Gestern hatte ich mir dann einen lauffreien Tag verdient. F├╝nf Wochen vor der kommenden Winterlaufserie in Duisburg war ich dann aber der Ansicht, heute wieder etwas f├╝r die Form tun zu m├╝ssen. W├╝rde ich mich tats├Ąchlich an den Trainingsplan halten, den ich mir vor einiger Zeit daf├╝r zurecht gelegt hatte, h├Ątten heute 16 km auf dem Programm gestanden. Eine etwas utopische Vorgabe, aber man wird ja noch tr├Ąumen d├╝rfen.

Nach den Silvester erlaufenen zehn Kilometern (am St├╝ck!) bin ich ├╝berzeugt gewesen, dass eine Verl├Ąngerung der Strecke um weitere drei Kilometer m├Âglich sein m├╝sste. ├ťber Nacht hatte es jedoch wieder geschneit, knapp zehn Zentimeter lagen – an vereinzelten Stellen noch unberr├╝hrt – auf meiner Laufrunde. Erst vor wenigen Tagen habe ich die Erfahrung gemacht, wie anstrengend das Stampfen durch frischen Pulverschnee sein kann; mit wenig Hoffnung auf Erf├╝llung der Tagesanforderung machte ich mich also auf den Weg.

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