Archiv der Beiträge von M├Ąrz 2010

Winterlaufserie 2010 (III)

WinterlaufserieElf Monate hat es gedauert: So lange ist es n├Ąmlich her, dass ich den ersten und einzigen Lauf ├╝ber die Halbmarathondistanz im Jahr 2009 gelaufen bin. Kein Wettkampf, sondern nur f├╝r mich alleine. Als Nachholereignis f├╝r den abgebrochenen Lauf in der Winterlaufserie. Dementsprechend motiviert bis ├Ąngstlich war ich also nun vor der diesj├Ąhrigen Ausgabe des Laufs, ob ich denn auch tats├Ąchlich ankommen w├╝rde. Kurz vorweg: Ich bin angekommen.

(mehr …)




Auf Kurs

42195-blog.deNur eine Woche ist es noch bis zu meinem ersten Halbmarathon seit knapp einem Jahr. Sicherlich, ich bin in keiner k├Ârperlichen Verfassung um meine bisherige Bestzeit auch nur ann├Ąhernd in Existenn├Âte bringen zu k├Ânnen – das Ankommen z├Ąhlt. In der letzten Winterlaufserie musste ich den Halbmarathon verletzungsbedingt bereits nach 13 km aufgeben. Eine schwere Entscheidung, die es mir umso wichtiger macht in diesem Jahr wohlbehalten das Ziel zu erreichen.

Heute daher die Pflicht 19 km zu absolvieren. Nach dem nur wenig k├╝rzeren Lauf in der letzten Woche damit quasi die Generalprobe. Mit 1:56 h habe ich kein Zeitziele erreichen m├╝ssen, sondern ruhig und entspannt laufen wollen; genauso wie ich mir n├Ąchste Woche in Duisburg den Lauf vorstelle. Alles im Lot also. Die Strecke ist lang und am Ende anstrengend, doch das kann ich im Augenblick auch noch nicht anders verlangen.




Warmlaufen

42195-blog.deEin ganz kurzer Moment des Fr├╝hlings. Nachdem schon gestern der zweistellige Temperaturbereich erreicht wurde, legt das Wetter heute noch ein Sch├╝ppchen drauf. Satte 15 ┬░C und Sonnenschein waren im Angebot. Grund genug, trotz der m├╝den Beine vom Vortag eine kleine Runde zu laufen. Nach dem guten Eindruck der gestrigen Leistung folgte nun die Ern├╝chterung – ein wenig Tempolaufen und schon qu├Ąlt man sich am kommenden Tag mit einem v├Âllig ausgelaugten K├Ârper herum. Da ist noch Potenzial nach oben vorhanden. Jetzt hei├čt es daher erst einmal die Beine ein wenig ruhen zu lassen bevor es am Wochenende wieder zur Sache geht.




Testphase

42195-blog.deDen Wochenbeginn habe ich f├╝r zwei Tage beruflich unterwegs verbracht. Das bot – vor allem aufgrund wenig einladenden Wetters – die M├Âglichkeit, im Hotel zumindest eine Runde auf dem Laufband zu absolvieren. Eigentlich bin ich kein wirklicher Freund von Laufb├Ąndern, sehe ich mich doch nicht als Sch├Ânwetterl├Ąuferan sondern laufe lieber im Freien. Doch nach knapp vier Jahren der Laufbandabstinenz hatte ich den Entschluss gefasst die Rechtfertigung f├╝r meine Bandabneigung zu ├╝berpr├╝fen. Zw├Âlf Kilometer Pussylane also; ein an Langeweile nicht zu ├╝berbietendes Ereignis. Dazu die Lautst├Ąrke des Ger├Ąts sowie Hitze und stickige Luft im Fitnessraum. Keine tollen Bedingungen, aber es ├╝bt die Geduld. Positiv kann ich immerhin vermelden, dass die DS Trainer sich auf dem Band leicht und unauff├Ąllig liefen. Kein Dr├╝cken oder ├ähnliches.

Es ist sch├Ân, wenn ein Hotel einen Fitnessraum bereit h├Ąlt und ich f├╝r das Laufen so zumindest kein gro├čes Gep├Ąck mitnehmen muss – winterliche Schichtkleidung entf├Ąllt so selbstverst├Ąndlich. Dennoch bin ich froh, heute wieder eine Runde in der Heimat gedreht zu haben. Mehr als nur ein Hauch von Fr├╝hling hatte den Tag ├╝ber geweht und Temperaturen im zweistelligen Bereich beschehrt. Zeit, f├╝r ein wenig Intervalltraining zur Positionsbestimmung. Mein potenziell einzuhaltender Plan sah 3 x 2.000m in je 10:40 Minuten vor, dazwischen 500m entspanntes Auslaufen. ich wollte jedoch weniger die Zeitvorgaben konkret einhalten, als vielmehr die einzelnen Abschnitte z├╝gig und nach eigener Einsch├Ątzung laufen um einfach mal zu sehen, wo ich damit lande. Auf eine Laufbahn habe ich verzichtet – auf zwei Kilometern reicht mir durchaus die Genauigkeit der 405.

Nach ein wenig Einlaufen geht es los: Ich laufe z├╝gig und bef├╝rchte das Tempo sicherlich nicht ├╝ber alle drei Abschnitte halten zu k├Ânnen. Im zweiten Anlauf l├Ąuft es sich fl├╝ssiger, es f├╝hlt sich jedoch auch etwas langsamer an. Ich belasse es dabei, denn ich will mich ja nicht ├╝berfordern, sondern lediglich meine derzeitige Verfassung einordnen k├Ânnen. Der Zufall will, dass ich die dritte Tempophase in einem Abschnitt permanenten Gegenwindes laufe. Die letzten 100m dabei sogar noch mit deutlicher Steigung. Ein gutes Ende. Es folgen rund 2,5 km lockeren Auslaufens.

Erst zu Hause schaue ich das erste Mal auf die Zeitanzeige und ├╝berpr├╝fe die Daten; kann meiner Uhr aber kaum glauben. Mit 10:42 Minuten habe ich es auf den ersten 2.000m praktisch exakt getroffen. Die „langsamen“ weiteren Abschnitte habe ich jedoch mit 10:16 und 10:23 schneller gelaufen als ich es wahrgenommen habe. Fazit: Unerwarteterweise stehe ich genau da, wo ich mich derzeit auch gern sehen w├╝rde. Perfekt.




Disziplin

42195-blog.deSo lang und weit laufen zu k├Ânnen, dass es Entspannung und Genuss bietet, ist eine wundervolle Angelegenheit. Es bedarf einiges an Durchhalteverm├Âgen, sich ├╝ber den Punkt des stetigen Anstrengens hinaus beim Laufen zu halten, bis man irgendwann abschaltet und v├Âllig in der Monotonie eines l├Ąngeren Laufs aufgeht. Was auf der einen Seite sch├Ân ist, bringt mich auf der anderen Seite zu den Gedanken, was nun alles noch┬á m├Âglich w├Ąre. Ich bin also hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch „einfach nur zu laufen“ und mich wieder einer Art von effektiven Trainings hinzugeben, das der Vorbereitung auf etwaige Wettk├Ąmpfe dient. Gestern hatte ich insofern Gl├╝ck, als das Plan- und Lustlauf sich deckten: Um von den 15 km in der letzten Woche auch tats├Ąchlich in Halbmarathonform am Ende dieses Monats anzukomen, hatte ich mir einen l├Ąngeren Lauf f├╝r das Wochenende verordnet. 17 km wollte ich machen; eher zur├╝ckhaltend durch wolkenverhangenen Himmel und gelegentlichen Niederschlag unterst├╝tzt.

Auch wenn die letzten drei Kilometer reichlich schwer in den Beinen wurden, bin ich doch froh ├╝ber meine wieder erstarkte Disziplin geplante L├Ąufe auch umzusetzen. Immerhin habe ich so die 40 km Marke f├╝r diese Woche geknackt. Eine Leistung mit nicht zu verachtendem Symbolcharakter. Wenn ich mich jetzt auch noch zu der ein oder anderen Tempoeinheit ├╝berreden kann k├Ânnte es endlich wieder an der Zeit sein, sich Gedanken ├╝ber l├Ąngerfristige Ziele zu machen.




Neue Schuhe (IV)

42195-blog.deEs ist soweit. Alle Vorbereitungen f├╝r die kommende Laufsaison sind erledigt: Ein wenig Laufen ├╝ber den Winter, aufkommende Fr├╝hlingseuphorie, Nachdenken ├╝ber Sinn, Unsinn und Notwendigkeit eines Trainingsplans und… ein neues Paar Laufschuhe.

F├╝r diese Saison habe ich meine Laufschuhsammlung um den DS Trainer von Ascis erweitert. Asics ist mir immer willkommen und ich dachte es w├Ąre an der Zeit f├╝r ein etwas ambitionierteres Schuhmodell. Gott, was bin ich motiviert…




Gute Aussichten

42195-blog.deMit ‚euphorisch‘ l├Ąsst sich meine derzeitige Stimmung wohl am treffensten beschreiben. Der Lauf auf die Halde hat mir den endg├╝ltigen Kick gegeben, dass da wieder mehr gehen muss. Entsprechend gut gelaunt ging es auf die gestrige Runde, die eigentlich „nur locker die Beine auslaufen“ sollte. Obgleich nur knapp ├╝ber Null, bzw. mit nahendem Sonnenuntergang tendenziell eher k├Ąlter, und diesigem Umfeld konnte sich meine gute Laune nicht tr├╝ben. Im Gegenteil: Zum ersten Mal seit langer Zeit kam mir der Gedanke ein oder zwei Kilometer zus├Ątzlich in die Laufrunde einzubinden. W├Ąhrend dieses Streckenextras komme ich am Aufgang zum Kreuzweg die liebgewonnene Halde hinauf vorbei. Ich kann nicht widerstehen und folge den Stationen hinauf zum Kreuz.

(mehr …)




In der H├Âhe liegt die Kraft

42195-blog.deVor ein paar Tagen sinnierte ich ├╝ber die pers├Ânliche Rechtfertigung bzw. Notwendigkeit zu bloggen. Um dem gezogenen Fazit heute etwas mehr Tiefgang zu verleihen, m├Âchte ich an dieser Stelle auf ein mir vor einer gef├╝hlten Ewigkeit gegebenes Versprechen verweisen. Vor gut sieben Monaten hatte ich meine verk├╝mmerten k├Ârperlichen F├Ąhigkeiten auf sehr deprimierende Weise erleben m├╝ssen, indem ich an der Erlaufung der ortsans├Ąssigen Halde scheiterte. Ich hatte daraufhin festgehalten, dass ich erst wieder den Ausblick aus rund 160 Metern H├Âhe erleben d├╝rfe, wenn ich den Weg vollst├Ąndig laufend zur├╝cklegen w├╝rde. Heute f├╝hlte ich, dass die Zeit gekommen war.

(mehr …)




Winterlaufserie 2010 (II)

WinterlaufserieVier Wochen gehen schnell vorbei. Und so war es gestern schon wieder an der Zeit nach Duisburg zur zweiten Runde der Winterlaufserie zu fahren. Die Vorbereitung alles andere als optimal, aber das eigentliche Ziel „nur nicht so schlecht wie im letzten Jahr“ steht noch und kann als durchaus realistisch bewertet werden. Zur Organisation des Laufs kann wie immer nur Positives berichtet werden; nachdem man seine Startunterlagen ohnehin schon vom ersten Lauf hat, ist die logische Ablaufreihenfolge: Ankommen, Aufstellen, Loslaufen. Einfacher kann es nicht sein – aufgeregt bin ich trotzdem. Das Adrenalin vor einem Start kann man einfach nicht abschalten. Auch nicht, wenn es g├Ąnzlich unn├Âtig ist.

(mehr …)




Was kann ich blo├č schreiben?

42195-blog.deDie Frage nach Sinn und Motivation des Bloggens f├╝r einen L├Ąufer tritt immer wieder zu Tage. Manchmal in der Form, dass ein langzeitlicher Blogger von jetzt auf gleich beschlie├čt, dass er nichts mehr mitzuteilen hat. Alles ist bereits geschrieben worden und es bedarf keine x-te Wiederholung der Beschreibung des immer wieder gleich Erlebten. Ein Recht, dass jeder wahrnehmen sollte, wenn ihm danach ist; k├Ânnen wir in unseren Breiten doch gl├╝cklich dar├╝ber sein, selbst entscheiden zu d├╝rfen, ob und wie wir uns kundtun wollen.

Auch mir stellt sich des ├Âfteren die Frage nach dem Warum. Die Welt hat sicherlich nicht vor Spannung zitternd auf mein Verfasstes gewartet. Anleitung oder Motivation f├╝r andere sein scheidet auch aus – daf├╝r reicht meine Selbst├╝bersch├Ątzung dann doch nicht. Der einzige Grund, der sich nachhaltig bei mir durchgesetzt hat ist das Festhalten von Erinnerungen – f├╝r mich selbst. Habe ich eine gute Zeit? Geht es mir schlecht? Bin ich nachdenklich? Einen Beitrag zu verfassen bietet stets die M├Âglichkeit eine Momentaufnahme der eigenen Wahrnehmung f├╝r die sp├Ątere Begutachtung festzuhalten. Direkt vom Kopf ├╝ber die Tastatur ins Netz; ungefiltert und bar jeder journalistischen Anonymisierung.

(mehr …)