Archiv der Beiträge von April 2010

Meilenstein

WegwahlHeute habe ich es tats├Ąchlich vollbracht. In zehn Tagen habe ich entgegen aller meiner Zweifel die ben├Âtigten 113 Kilometer zusammen gelaufen und somit die 500er Marke f├╝r dieses Jahr noch in den ersten vier Monaten erreicht. Unter Ber├╝cksichtigung von zwei jeweils zwei Wochen dauernden krankheitsbedingten Laufpausen bin ich hochzufrieden. Doch was nun? Zun├Ąchst einmal gerne noch zwei, drei Tage weiter Kilometer sammeln und eine neue Rekordwoche aufstellen. Wenn schon, denn schon. Danach werde ich mir wohl etwas Pause g├Ânnen und mit etwas differenzierterem Training wieder einsteigen. Schlie├člich will ich mich nicht bei den derzeitigen Streckenl├Ąngen von zehn bis zw├Âlf Kilometern einpendeln, sondern auch wieder lange L├Ąufe absolvieren.




Tag 9

FelderAls ich zu Beginn der letzten Woche die Rechnung aufgestellt habe, wie viele Kilometer ich jeden Tag laufen m├╝sste, um die verlorenen zwei Wochen aufzuholen und einen vern├╝nftigen Monatsabschluss zu schaffen, hatte ich das f├╝r schier unm├Âglich gehalten. Selbst in besten Zeiten hatte ich im Schnitt nur rund 60 km in der Woche gelaufen – und war damit durchaus ausgelastet. Und nun m├╝sste ich rund 113 km in 11 Tagen erlaufen – ohne die Form ‚mal eben‘ einen 30er aufs Parkett zu legen. Meine bisher l├Ąngste und einzige Lauferei am St├╝ck hatte Anfang 2006 gerade einmal f├╝nf Tage gedauert und hatte einen Schnitt von noch nicht einmal f├╝nf Kilometern pro Lauf. Doch wie bei so vielen anderen Dingen auch merkt man eigentlich erst was man kann, wenn man es tut. Oder wie mein Gl├╝ckskeks, den ich heute geschenkt bekommen habe, es formuliert: „With your strength you’ll manage every task“.

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Tmax

Stra├čeDie abendliche Riesenportion Reis hat ihre Aufgabe erf├╝llt: Im Gegensatz zum gestrigen Lauf f├╝hle ich mich heute wieder um einiges besser und frischer. Trotz der nun deutlich gestiegenen Temperaturen, die langsam das Maximum des f├╝r mich Angenehmen erreichen. 18 ┬░C unter praller Sonne sind genug f├╝r mich. Zumindest wehte heute noch das ein oder andere L├╝ftchen, was das Laufen wunderbar machte. Unerwartet schnell gingen so die Kilometer auf ge├Ąnderter Strecke dahin. Asphalt und DS Trainer sind eine wunderbare Mischung. Richtig leicht lief es sich, obwohl im Schnitt zwanzig Sekunden schneller pro Kilometer als die letzten Tage.

So begleiten mich nun jeden Morgen die Zweifel, ob ich wieder meine Runde schaffen werde und doch ist es am Ende eigentlich kein Problem. Heute war die Runde sogar 12 km lang – ohne negative Randerscheinungen. Mit bisher 56 km in dieser Woche schon jetzt die beste Leistung seit knapp zwei Jahren – und morgen ist noch ein Tag. Elan und Erfolge ├╝berbieten sich im Augenblick gegenseitig darin, mich bei der Stange zu halten. Ich genie├če es und freue mich dar├╝ber so lange es anh├Ąlt. Denn es werden garantiert auch wieder andere Zeiten kommen.




Zwei Halbe

BaggerNach einer schier unendlich gro├čen Portion Reis am Mittwochabend ging der Lauf am gestrigen Morgen richtig gut runter. W├Ąhrend die Sonne gerade dabei war die K├╝hle des Morgens zu vertreiben erledigte ich meine 11er Runde knapp zwei Minuten schneller als noch am Mittwoch. Heute dagegen hatte ich nicht mehr viel zu lachen. Im Gegenteil: Es war, als h├Ątte ich gestern einen Halbmarathon begonnen und heute w├╝rde ich einfach die zweite H├Ąlfte laufen. Die Beine von Beginn an schwerf├Ąllig war ich schon nach wenigen Kilometern laufm├╝de. Es war sicherlich eine gute Sache durchzuhalten, doch es wird deutlich, dass ich nicht an t├Ągliches Laufen gew├Âhnt bin; selbst, wenn es nur langsam und ohne besonderen Leistungsanspruch stattfinden soll. Am Wetter hat es definitiv nicht gelegen, denn so gutes Wetter mit derma├čen angenehmen Temperaturen hatte es in diesem Jahr noch nicht oft. Die Zeit muss ich genie├čen; meine Laufsaison geht zu Ende. W├Ąhrend die langen Tage das Laufen zwar sehr geg├╝nstigen, so tun es sommerliche Temperaturen bei mir erfahrungsgem├Ą├č eher nicht.




Fr├╝h gr├╝├čt sich

Fr├╝h morgens liegt die Natur noch tr├╝be darMeine l├Ąuferischen Erfolge und Erlebnisse ergeben sich im Normalfall aus dem Problemdreieck von Ehrgeiz, mangelnder Disziplin und „keine Zeit“. Das negative ├ťbergewicht ist dabei klar erkennbar, weshalb es auch nur sehr stotternd aufw├Ąrts mit mir geht. Im Augenblick bin ich jedoch gerade wieder getrieben vom Ehrgeiz, der mir sagt, ich m├╝sse die verlorenen L├Ąufe der letzten beiden Wochen unbedingt und z├╝gig nachholen.Z├╝gig ist dabei allerdings ein sehr relativer Begriff, habe ich mir zur Befriedigung meines inneren Antriebs gedacht, ich k├Ânne ja jeden Tag mal eine lockere Runde vor der Arbeit erledigen.

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Wolkenlos

Ein Tag als Vorbote des SommersEine nicht richtig abklingen wollende Erk├Ąltung hatte mich in den letzten Tagen beim Laufen etwas zur├╝ckgehalten. Doch der nun endg├╝ltig aufkeimende Fr├╝hling und das allseits vorherrschende Gr├╝n entlang der Wege kann einen nicht ewig davon abhalten, zu bekannten Runden aufzubrechen. Auch wenn es vergleichsweise wiederum kurze Runden sind, so f├╝hlt man sich doch regelrecht befreit, hechtet man ├╝ber Stock und Stein abseits der Wege durch das Unterholz des Waldes. Das Handy f├╝r den ein oder anderen Schnappschuss dabei zu haben, hat sich mittlerweile als Standard durchgesetzt. Und ich muss sagen, es lohnt sich: Wenn ich mir den Bilder anschaue, die ich die letzten Monate ├╝ber w├Ąhrend meiner L├Ąufe gemacht habe, stelle ich erstaunt fest, wie sehr sich die Natur doch ├╝ber das Jahr hinweg ver├Ąndert.

Als w├Ąren die Wolken mit den Flugzeugen zusammen vom Himmel ausgesperrt, begleitete mich auf meinem gestrigen Lauf nur der blanke blaue Himmel und die sommerlich warm scheinende Sonne. Gern w├Ąre ich noch weiter gelaufen als die gute Stunde, die ich unterwegs war, doch ich will es nicht ├╝bertreiben sondern ruhig angehen lassen. Froh, das Herumkr├Ąnkeln nun hoffentlich ganz hinter mir gelassen zu haben, will ich mich mit lockeren elf Kilometern zufrieden geben. Wenn ich meine Tr├Ągheit noch ├Âfter ├╝berwinden w├╝rde, k├Ânnte ich weit mehr laufen, als wenn ich es an einem einzigen Tag bis zum ├äu├čersten treibe. Das klingt doch nach einem umsetzungsw├╝rdigen Vorschlag.




Sonnenschein

Bergbau im SonnenscheinHalbmarathon kann einen ganz sch├Ân heftigen Muskelkater verursachen; das hatte ich vergessen. Doch nun wei├č ich es wieder. Daher habe ich weite Teile dieser Woche auf lauffrei verbracht. Doch wenn an einem Tag wie heute die Sonne so kr├Ąftig scheint, dann muss einfach gelaufen werden. Also schnell das Handy das Handy eingepackt und neue Nike-Shirt der abgeschlossenen Laufserie premierengetragen. Entspannt und mit H├Ârbuch auf den Ohren ging ich also auf die Runde Richtung Haldenerkundung, die mir vor einigen Tagen schon einen netten Lauf beschehrt hatte.

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