Archiv der Beiträge von September 2010

Der letzte Tag?

SommerendeW├Ąhrend meines Urlaubs war ich zugegebenerma├čen vom Wetter etwas entt├Ąuscht. Sollte der Sommer etwa schon zu Ende gegangen sein? Ich hatte mich doch noch gar nicht richtig verabschiedet. Doch dann: In den vergangenen Tagen kam die Sonne mit ihrer W├Ąrme noch einmal angenehm zur├╝ck. Eigentlich m├╝de vom erneuten Tempolauf am Mittwoch h├Ątte ich durchaus eine kurze Pause gebrauchen k├Ânnen, doch das sch├Âne Wetter kann man einfach nicht ignorieren (vor allem, wenn einem noch so viele Kilometer f├╝r die angepeilte Monatsleistung fehlen). Also Schuhe geschn├╝rt und raus. Gute eineinhalb Stunden bin ich in abendlich angenehmer W├Ąrme unterwegs und habe schlie├člich 16 km hinter mir.

Noch am Abend erreicht uns der Regen und es k├╝hlt ab. Guten Gewissens kann ich auf jeden Fall sagen, dass dies ein guter Laufsommer war. Nun bin ich auf Herbst eingestimmt. Meine diesj├Ąhrigen Laufschuhe von Asics haben bereits am Wochenende die 1000er Marke ├╝berschritten und werden bald in den verdienten Ruhestand treten. Ich bin bereit f├╝r die dunkle Jahreszeit.




Urlaub

StrandlaufAn dieser Stelle war es nun doch einige Zeit still. Dies liegt vor allem darin begr├╝ndet, dass ich die letzte Woche einen wunderbaren Urlaub an der Ostsee, genauer geagt in Gr├Âmitz, verbracht habe. Auch wenn das Wetter nicht wirklich die Bezeichnung sommerlich verdient hatte und es sehr wechselhaft war, gab es doch immerhin die Gelegenheiten zu drei sch├Ânen L├Ąufen am Meer: Mal w├Ąhrend der untergehenden Sonne, dann aber auch in der Fr├╝h bei strahlend blauem Himmel. Ob es die Seeluft oder die Freiheit im Urlaub war, mag ich nicht zu sagen, doch trotz der „lockeren“ L├Ąufe war ich stets unglaublich z├╝gig unterwegs.

Am Samstag ging es dann wieder zur├╝ck in Richtung Heimat. Einmal noch ausschlafen und eine gem├╝tliche Sonntagsrunde drehen, bevor es wieder ans Arbeiten geht – so war der Plan gestern. Anscheinend noch unter den seeluftigen Nachwirkungen leidend, hatte ich meinen Wendepunkt nach 7,5 km bereit in unter 42 Minuten erreicht. Grund genug, diese Zeit auf dem R├╝ckweg noch einmal unterbieten zu wollen. So wurde aus dem geplanten Traben ein anstrengender Tempolauf. Die 15 km hatte ich nach gerade einmal 1:20:47 h hinter mich gebracht. Fast drei Minuten schneller als w├Ąhrend des Wettkampfs der Winterlaufserie in diesem Fr├╝hjahr und nebenher auch noch meine pers├Ânliche Trainingsbestzeit! Na, wenn das mal keine Motivationsspritze zur weiteren Tempoqu├Ąlerei im Training ist.




Hundertlauf

HochkulturHocherfreut ├╝ber das wiedererw├Ąrmte Wetter hatte ich mir mal vorgenommen, wieder einmal unsere Halde Haniel zu bezwingen. Unter blauem Himmel und wirklich guten sp├Ątsommerlichen Wetter hatte mich die Aussicht auf Aussicht ├╝berzeugt. Meine pers├Ânliche K├Ânigsdisziplin ist ja das Laufen bis zur ├Ąu├čersten Aufsch├╝ttung ohne ins Gehen zu verfallen, trotz der teils derben Anstiege. Dem zuletzt doch ordentlichen Trainingsumfang ist es wohl zu verdanken, dass es zwar anstrengend, aber dennoch problemlos zu bew├Ąltigen war. Umso sch├Âner der Ausblick ├╝ber das Ruhrgebiet in rund 160 m H├Âhe gegen├╝ber dem Umland.

Das Material der Halde hat dabei ├╝berraschende Eigenschaften. Durchgetrocknet ist es unglaublich hart, so dass die Wege durch ihre Unebenheiten alles andere als l├Ąuferfreundlich sind. Hat es dagegen viel geregnet (wie in der letzten Zeit), weicht die Erde immens auf, dass man ebenso gut eine Wattwanderung unternehmen k├Ânnte. So kam es leider zu einer Fehleinsch├Ątzung des Untergrunds meinerseits, und schon beim ersten Schritt auf einen lediglich feucht anmutenden Bereich versank mein Fu├č m├╝helos im Boden. Das Aussehen st├Ârt mich nun weniger, denn man darf meinen Schuhen ruhig ansehen, dass ich sie ausgiebig getragen habe, doch schon gegen Ende des Laufs war der Schlamm weitgehend durchgetrocknet, dass mein Schuh die Flexiblit├Ąt eines Holzpantoffels hatte.

Neben zahlreichen Fotos als Andenken kann ich allerdings auch vermelden, dass dies Lauf Nr. 100 f├╝r mich in diesem Jahr war. Mit dabei rund 1.150 gelaufenen Kilometern habe ich mein Ziel von einem Schnitt > 10 km/Lauf auch deutlich erreicht. Jetzt muss ich das nur noch bis zum Jahresende durchhalten. Denn im Augenblick sieht es ganz gut danach aus, als w├╝rde ich eine deutliche Bestleistung in Sachen Jahreskilometern aufstellen. Da darf mein K├Ârper mir jetzt nur keinen Strich durch die Rechnung machen.




Noch einmal warm.

Sp├ĄtsommerUntypischerweise hatte ich bereits gestern einen Lauf in der Fr├╝h abgearbeitet und der Woche somit einen Hauch von Trainingsintensit├Ąt verliehen. Mit dem zum Wochenende aufkommenden sch├Ânen Wetter musste da ein Lauf ├╝ber die Standarddistanz und -strecke hinaus her. Unschl├╝ssig, welche Wege es sein sollten und (noch viel wichtiger) welche Distanz ich mir zutrauen konnte ging es unterwegs ab von den bekannten Wegen auf die Seite des Waldes, der ich bisher – aus Gr├╝nden der Distanz zur rettenden Heimat – meine Aufmerksamkeit versagt hatte. Viele Abzweigungen und Wege warten darauf, in Zukunft noch von mir erlaufen zu werden. F├╝r den Anfang gen├╝gte jedoch ein „Bogen“ als Extra zur Regelstrecke; man will sich ja nicht verlaufen.
Nach ziemlich exakt 16 Kilometern war die Laufrunde dann beendet; genug f├╝r mich und den heutigen Tag. Morgen ist allerdings ja auch noch ein Tag.